Tuchel geht auf Sammer los: "Kein Verständnis"

© dpa, Fredrik Von Erichsen

3. Februar 2013 - 10:46 Uhr

Die 0:3-Pleite gegen die Bayern war schnell abgehakt, das Verhalten von Matthias Sammer nicht: Mainz-Trainer Thomas Tuchel war nach den 90 Minuten stinksauer. "Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendein Sportdirektor so oft an der Linie war wie Matthias Sammer und mich dann noch verbal attackiert", polterte der 39-Jährige.

Für Tuchel ungewöhnlich scharfe Töne, für Sammer waren es indes wohl ganz normale 90 Minuten. In guter alter Rumpelstilzchen-Manier beschwerte sich 'Motzki' ständig beim Vierten Offiziellen und lieferte sich an der Seitenlinie ein paar verbale Scharmützel mit Tuchel, den die ganze Geschichte auf die Palme brachte.

Heynckes: Tuchel prädestiniert für Bayern

Er glaube nicht, "dass der Trainer einer gegnerischen Mannschafft von unserem Manager schon einmal attackiert wurde. Dafür habe ich kein Verständnis! Er war ständig an der Linie, hat sich beschwert und mit mir beschäftigt. Das kann ich nicht nachvollziehen", wetterte Tuchel, der zuvor auch als Kandidat auf die Nachfolge von Bayern-Trainer Jupp Heynckes gehandelt worden war.

Sein Kollege sei "prädestiniert, irgendwann den FC Bayern zu trainieren", hatte Heynckes in der Vorwoche über Tuchel gesagt. Der 28 Jahre jüngere Coach nahm den Ball vor dem Spiel am Samstag mit einem Augenzwinkern auf. "Ich hab's vernommen und bedanke mich, dass ich das dazu jetzt immer vor allen Mikrofonen Stellung beziehen muss", so Tuchel, der gut aufgelegt zu sein schien – bis Mattias Sammer kam.