Tsipras fordert Schuldenschnitt

Griechenlands Regierungschef Tsipras mit seinem Finanzminister Varoufakis (links)
Griechenlands Regierungschef Tsipras mit seinem Finanzminister Varoufakis (links)
© dpa, Yannis Kolesidis

30. März 2015 - 10:27 Uhr

Rückendeckung für Varoufakis

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat Gerüchte über eine baldige Entlassung von Finanzminister Gianis Varoufakis dementiert. Er sei eines der wichtigsten Regierungsmitglieder, sagte Tsipras der Athener Sonntagszeitung 'Real News'. Varoufakis Strategie in den Verhandlungen mit den Geldgebern sei Ergebnis einer "kollektiven Entscheidung" der Regierung. Im Ausland und in Griechenland gebe es jedoch Kräfte, die eine Änderung in der Verhandlungsstrategie und damit eine Rückkehr zum Sparkurs sehen wollten, so Tsipras. "Dies aber ist Science-Fiction solange Syriza (Linksbündnis) regiert", betonte er.

Der Regierungschef äußerte sich zugleich zuversichtlich, dass es bald eine Lösung für Griechenlands Finanzproblem geben werde. Dafür sei aber eine "Änderung der Rückzahlungsbedingungen der Schulden sowie deren Reduzierung" notwendig. Gemeint sind niedrigere Zinsen, spätere Fälligkeiten und ein faktischer Verzicht der Geldgeber auf einen Teil ihrer Forderungen.

Es gebe mittlerweile in Europa «keinen seriösen Menschen» mehr, der weitere Rentenkürzungen oder Massenentlassungen für einen gangbaren Weg zur Lösung der griechischen Finanzprobleme halte, sagte Tsipras.