So erlebt RTL-Korrespondent Dirk Emmerich die Situation vor Ort

Ganz Hanoi steht Kopf vor Trumps und Kim Jong Uns Gipfeltreffen

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27. Februar 2019 - 6:02 Uhr

Die ganze Welt schaut auf Hanoi

Acht Monate nach dem historischen Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur schaut die Welt jetzt nach Vietnam - genauer gesagt auf die Hauptstadt Hanoi. Denn hier findet morgen (27. Februar) das zweite Treffen zwischen den beiden statt. Nach Kim, der überraschenderweise mit dem Zug angereist war, traf jetzt auch Trump in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi ein. In der Stadt herrscht schon große Aufregung wegen des Gipfels – schließlich könnte das, was hier besprochen wird, wegweisend für die künftige Weltpolitik sein.

RTL-Korrespondent Dirk Emmerich ist vor Ort und schildert seine Eindrücke aus der Stadt:

Viele Rikscha-Fahrer von Hanoi haben in diesen für die vietnamesische Hauptstadt historischen Tagen drei Fähnchen aufgesteckt. Eine amerikanische, eine nordkoreanische und eine vietnamesische. Sie winken freundlich. "Alles Gute" ruft uns einer der Fahrer zu, als wir sagen, dass wir aus Deutschland kommen. Mit der Kamera werden wir hier schnell als Journalisten erkannt. Immer wieder bilden sich kleine Trauben mit Neugierigen, wenn wir live nach Deutschland schalten. Trump, Kim, Hanoi… diese Worte verstehen sie auch auf Deutsch. Sie sind stolz, dass das alles hier passiert, in Hanoi.

Souvenirs mit Trump und Kim sind bereits ausverkauft

Briefmarke zum Koreagipfel
Schlüsselanhänger, Briefmarken - viele Souvenirs zum Gipfeltreffen sind schon ausverkauft.
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Große Aufsteller auf den Hauptstraßen werben in diesen Tagen für die vietnamesische Hauptstadt als "Stadt des Friedens". Die Schlüsselanhänger mit Trump und Kim waren ganz in der Nähe des Pressezentrums für den Gipfel heute schon am frühen Nachmittag ausverkauft. Erst morgen, wenn sich Trump und Kim hier zu ihrem zweiten Gipfel treffen, gibt es wieder Nachschub.

Die ganze Stadt ist im Ausnahmezustand

Die Hotels, in denen die beiden Präsidenten logieren, sind durch Sicherheitskräfte abgeschirmt. Auch ins Pressezentrum des Gipfels kommen wir Journalisten nur über festgelegte Zugänge. Es ist eben keine ganz normale Woche. Auch auf den Märkten und in den Geschäftsvierteln im Zentrum ist der Gipfel ein wichtiges Thema. Es wäre ein großes Signal, wenn die beiden Präsidenten in einer historischen Geste den Koreakrieg für beendet erklären. Ausgerechnet hier in Hanoi, in einem Land, dass selbst lange Zeit im Kriegszustand mit den USA war.

Hanoi ist sich bewusst, dass die Welt diese Woche hierherblickt und genießt den Moment.