Trumps Programm für die ersten 100 Tage: Amerika an erster Stelle

Donald Trump hat eine Absichtserklärung für die ersten 100 Tage im Amt via Twitter bekanntgegeben.
© dpa, Michael Reynolds, mr ks hjb

23. November 2016 - 15:41 Uhr

Erste Absichtserklärung

Die Verwandlung des Donald J. Trump geht weiter. Präsidial wie nie hat er jetzt sein Programm für die ersten 100 Tage im Amt als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorgestellt. Sein oberstes Mantra: Die USA zuerst.

Mit entschlossenem Blick in die Kamera postete er seine Botschaft über sein Lieblingsmedium Twitter. Noch am ersten Tag will er demnach aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP aussteigen, dem bisher größten Abkommen dieser Art auf der Welt. Rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung sind darin vereint. Trump bezeichnete TPP als "potenzielle Katastrophe" für die USA.

Das will Trump noch

Außerdem will Trump Regeln im Energiebereich streichen. Gerade im Bereich Fracking und Kohle werde zu viel reguliert – auf Kosten von Jobs. Weitere populäre Ankündigungen Trumps sind die Lobby-Arbeit-Verbote für Regierungsbeamte und natürlich die Verfolgung von VISA-Verstößen: Das Arbeitsministerium solle möglichst alle Fälle untersuchen, die amerikanischen Arbeitern schaden. Von einer Mauer oder einem Zaunausbau an der Grenze zu Mexiko war zunächst nicht die Rede.

Was bedeutet das für Europa?

In Europa wird die Politik die ersten präsidialen Worte Trumps mit Spannung verfolgt haben. Es ist keine Überraschung, dass er die Belange der USA offensiv als oberste Priorität seiner Amtshandlungen setzt, das hatte er im Wahlkampf angekündigt. Für die Diskussion um das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP sind die Worte des gewählten US-Präsidenten allerdings Wasser auf die Mühlen der Gegner. Wird das Abkommen von Trump angenommen, kann man davon ausgehen, dass es vor allem den USA nützt. Andernfalls wäre es sowieso Geschichte.

Farage in die USA?

Wenig später hatte Trump sogar noch einen Vorschlag für ein europäisches Land: Natürlich via Twitter brachte er den britischen UKIP-Politiker, BREXIT-Aktivist und Rechtspopulist Nigel Farage als britischen Botschafter in den USA ins Gespräch. Er würde einen "großartigen Job" machen, so Trump.