Kontakt mit "Trumpapillar" hat unangenehme Nebenwirkungen

Sieht aus wie Trumps Toupet! Forscher benennen giftige Raupe nach US-Präsident

Der nachtaktive und mit Giftstacheln ausgestattete Schmetterling Megalopyge opercularis ist im Süden der USA nicht selten
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14. Oktober 2020 - 10:22 Uhr

Megalopyge opercularis lebt im Süden der USA

Ein giftiger Schmetterling macht sich, dank der Erderwärmung, in den USA immer weiter breit. Er gilt als unangenehme Landplage und nimmt nun auch zunehmend den Norden der Vereinigten Staaten immer weiter für sich ein. In den USA ist der haarige "Puss"-Schmetterling eher bekannt, weil fantasiebegabte Forscher seine ebenfalls stark behaarte Raupe wegen der vage ähnlichen Frisur als "Trumpapillar", also "Trump-Raupe" bezeichnet haben.

Stich kann heftige Übelkeit verursachen

Der Schmetterling ist nachtaktiv und mit Giftstacheln ausgestattet. Kommen Menschen mit dem Tier in Kontakt, können sie gestochen werden. Ein Stich verursacht Schmerzen und teilweise heftige Übelkeit. Die Forstbehörde des Bundesstaats Virginia hat daraufhin die Bevölkerung gewarnt, die mit den giftigen Raupen noch wenig vertraut ist. Bei zunehmender Erderwärmung könnte der Schmetterling auch in Zukunft weiter nördlich zu einer unangenehmen Plage werden.

Die Raupe ist stark behaart

Die Falter besitzen gefährliche Brennhaare, deren Giftstoff schon bei leichter Berührung schwere Entzündungen, vorübergehende Lähmungen und Fieber hervorrufen kann. In Südamerika, wo die meisten Arten der Familie leben, heißen die Tiere daher "Feuertier" oder "Jaguarwurm". Wegen seiner buschigen Behaarung und der verwegenen Frisur wurde der unangenehme Zeitgenosse aber eher mit dem US-Präsidenten Donald Trump verglichen. Denn, die Buschelhaare könnten tatsächlich eine Art "Trump-Toupet" darstellen.

Population unterliegt natürlichen Schwankungen

Gegenüber dem Nachrichtensender CNN gibt die Insektenexpertin Theresa Dellinger von der Virginia Tech University zu bedenken, dass einige Arten von Insekten im Zuge der Klimakrise größere Populationen bilden und ihr Ausbreitungsgebiet verändern. Allerdings müsse man die Entwicklung weiter beobachten: Noch sei es zu früh zu entscheiden, ob das lokale Auftreten der Schmetterlinge nicht einfach die Hochphase im typischen zyklisch wechselnden Vermehrungsmuster von Faltern ist. Die Population unterliegt einer natürlichen Schwankung und kann je nach Wetter, verfügbarer Nahrung und der Anzahl von Parasiten enorm ab- oder zunehmen.