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Trump kündigt Treffen mit Kim Jong Un in den "nächsten drei, vier Wochen" an

FILE PHOTO:  A combination photo shows North Korean leader Kim Jong Un in Pyongyang, North Korea and U.S. President Donald Trump in Palm Beach, Florida, U.S., respectively from Reuters files.   REUTERS/KCNA handout via Reuters & Kevin Lamarque      A
Ein Treffen zwischen Kim Jong Un und Donald Trump könnte in Kürze Realität werden. © REUTERS, KCNA, HK/TB

Zeichen stehen auf Annäherung und Entspannung

Nach der deutlichen Annäherung bei atmosphärischen Treffen der beiden Korea-Führer soll nun auch das Verhältnis zum Westen auf ein neues Fundament gestellt werden: US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in den "nächsten drei, vier Wochen" in Aussicht gestellt.

Jetzt geht's schnell: Nordkorea will Atomtestgelände im Mai schließen

Ausblick nach Nordkorea
Südkoreanische Studenten blicken von einem Aussichtspunkt auf die nordkoreanische Seite. Foto: Lee Jin-Man/AP © deutsche presse agentur

Über den Ausgang eines solchen Gipfels mit dem kommunistischen Land wollte er nicht spekulieren. "Was passiert, passiert", sagte Trump. "Ich bin nicht wie (der frühere Außenminister) John Kerry, der den furchtbaren Iran-Deal gemacht hat." 

Unterdessen treibt Nordkorea seine Bemühungen um Enstpannung und Annäherung an den Rest der Welt voran. Das  Land will nach südkoreanischen Angaben seine Atomtestanlage im Nordosten des Landes im Mai schließen. Auch wolle Nordkorea Sicherheitsexperten dazu einladen, teilte das Präsidialamt in Seoul mit.

Kim meint es ernst mit dem Stopp des Atomprogramms

dpatopbilder - 27.04.2018, Südkorea, Panmunjom: Kim Jong Un (l), Machthaber von Nordkorea, und Moon Jae In, Präsident von Südkorea, gehen Hand in Hand über die Betonschwelle, die die Grenze zwischen ihren Ländern markiert nach Nordkorea. Als erster n
Deutliches Zeichen der Entspannung: Kim Jong Un (l), Machthaber von Nordkorea, und Moon Jae In, Präsident von Südkorea, gehen Hand in Hand über die Betonschwelle, die die Grenze zwischen ihren Ländern markiert nach Nordkorea. © dpa, Inter-Korean Press Corps-Pool, shalan stewart

Die nordkoreanische Führung hatte die Schließung der Anlage sowie die Einstellung von Atomwaffen- und Raketentests vor einigen Tagen angekündigt.  Die politischen Führer Nord- und Südkoreas hatten am Freitag bei einem Gipfeltreffen an der Grenze vereinbart, noch in diesem Jahr einen Friedensvertrag für die koreanische Halbinsel abschließen zu wollen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sagte auch einen Abbau seines Atomwaffenprogramms zu, nannte aber keine Details.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte in einem Interview des US-Senders ABC, Kim habe ihm bei seinem Besuch in Pjöngjang erklärt, er wolle einen Fahrplan für die Denuklearisierung ausarbeiten und vorlegen. Die völlige, überprüfbare und irreversible Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sei das erklärte Ziel der Regierung Trump. Pompeo betonte, dass es Kim tatsächlich ernst meine mit der atomaren Abrüstung. 

Beide Koreas hatten ihren bilateralen Gipfel mit einer wegweisenden, wenngleich weit gefassten Erklärung für "Frieden, Wohlstand und Wiedervereinigung" beendet. Unter drei Hauptpunkten werden Schritte für Austausch und Zusammenarbeit, Maßnahmen zur militärischen Entspannung sowie Pläne für einen dauerhaften Frieden genannt, einschließlich eines Friedensvertrages in diesem Jahr und der "kompletten Denuklearisierung".

Kim Jong Un und Moon Jae In pflanzen Baum des Friedens
Kim Jong Un und Moon Jae In pflanzen Baum des Friedens Historisches Treffen zwischen Nord- und Südkorea 02:08

Wie und bis wann dies konkret erreicht werden soll, blieb unklar - ebenso welche Gegenleistungen Nordkorea erwartet. Es war das erst dritte gesamtkoreanische Gipfeltreffen seit der Landesteilung 1945.

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