Trump droht nach Nordkorea jetzt Venezuela: "Militärische Option" möglich

12. August 2017 - 11:37 Uhr

"Wir haben viele Optionen für Venezuela"

Während die Welt rätselt, wie gefährlich der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA tatsächlich ist, hat US-Präsident Trump das nächste Fass aufgemacht. Angesichts der schwierigen Lage in Venezuela bringt er jetzt auch gegen dieses Land eine militärische Option ins Spiel. Und mal wieder ist es nicht klar, was Trump damit meint. Denn seine Äußerung fällt ohne Erläuterung oder einen nachvollziehbaren Zusammenhang.

Trump lehnt Telefonat mit Maduro ab

Trump handelt wieder im Alleingang. Von militärischen Planspielen oder auch nur konkreteren Überlegungen in Sachen Venezuela ist in keiner offiziellen Mitteilung der US-Regierung die Rede. Doch der Präsident zeigt sich unbeeindruckt und gießt weiter Öl ins Feuer. Er nennt die Lage in Venezuela ein "Chaos, ein sehr gefährliches Chaos und eine traurige Situation".

Venezuelas Staatschef Maduro will daraufhin Trump anrufen – doch der lehnt ab. "Präsident Trump wird gerne mit dem Führer Venezuelas sprechen, sobald die Demokratie in diesem Land wiederhergestellt ist", heißt es in einer Erklärung des Weißen Hauses. Die USA verlangten eine Achtung der Verfassung, freie und faire Wahlen, die Freilassung politischer Gefangener und ein Ende der Repression gegen das Volk. Maduro versucht derzeit, das Parlament zu entmachten. Bei Protesten in Venezuela starben in den vergangenen Tagen über 120 Menschen.

Trump warnt Nordkorea: Waffen sind "geladen und entsichert"

Auch gegenüber Nordkorea hält Trump an seinen Drohgebärden fest: Sprachlich eskaliert der Streit von Tag zu Tag. Nordkoreas Staatsschef Kim Jong Un werde jeden Angriff schnell bereuen, so Trump. Die Waffen seien geladen und entsichert. Dass Trump inzwischen so unberechenbar ist, verunsichert scheinbar selbst seine eigenen Leute. RTL-USA-Korrespondentin Fabricia Josten berichtet: "Um Trump und die Nation vor einem Desaster zu bewahren, sollen sich im Geheimen einflussreiche Politiker und Berater zusammengeschlossen haben."

Die wilden Drohungen Trumps gegen Nordkorea und jetzt auch gegen Venezuela geben vielen Menschen in den USA ein ungutes Gefühl. Denn Trump kann im Alleingang entscheiden, ob er das Militär und sogar Atomwaffen einsetzt.