Nach Massaker vom Wochenende

Trump besucht El Paso – So schreien die Menschen ihn aus der Stadt

09. August 2019 - 13:28 Uhr

Trump nicht willkommen

US-Präsident Donald Trump hat die Anschlagsorte in Dayton (Ohio) und El Paso (Texas) besucht, bei denen am Wochenende 32 Menschen starben. Wirklich willkommen war er allerdings nicht unbedingt.

"Er hat keinen Platz hier"

Trump besucht El Paso und Dayton
Viele Menschen demonstrierten in Dayton und El Paso gegen den Besuch des US-Präsidenten Donald Trump.
© REUTERS, CALLAGHAN O'HARE, CLH/COH/ LIM

Die Menschen geben Trump eine Mitschuld daran, weil er immer wieder gegen Migranten hetzt - und 80 Prozent der Bevölkerung in El Paso haben mexikanische Wurzeln! "Die Worte, mit denen er Lateinamerikaner und Einwanderer beschrieben hat, haben den Hass und den Fanatismus enorm befeuert und zu dieser Gewalt geführt", sagt Kongressabgeordnete Veronica Escobar von den Demokraten.

"Was will er hier? Er hat so viel von all dem gefördert, all diese Wut. Er hat sie im ganzen Land gefördert. Er muss damit aufhören", fordert Anwohner Bill Aguirre. "Dieser Präsident sollte nicht nach El Paso kommen. Wir brauchen nicht noch mehr Trennung. Wir müssen heilen. Er hat keinen Platz hier", twittert Beto O'Rourke.

"Seine Rhetorik hat vielen weh getan"

Auch in Ohio ist Trump nicht willkommen. "Seine Rhetorik hat vielen weh getan", sagt Nan Whaley, Bürgermeisterin von Dayton. "Die Menschen sollten daher klar sagen, dass sie den Besuch nicht wollen." Die Antwort kommt von Trump prompt über Twitter: "Meine Rhetorik bringt Menschen zusammen. Unserem Land geht es unglaublich gut."

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US-Präsident Donald Trump hat das Krankenhaus in Dayton (Ohio) besucht, in dem die Verletzten des Attentats von Samstagnacht liegen.
© REUTERS, LEAH MILLIS, smc

In El Paso hatte ein Schütze am Samstag in einem Einkaufszentrum um sich gefeuert. Insgesamt kamen 22 Menschen ums Leben, darunter mehrere Mexikaner und auch ein Deutscher. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Weißer, ergab sich der Polizei und ist in Gewahrsam.

In der Nacht zum Sonntag hatte in Dayton ein weiterer Schütze neun Menschen getötet, darunter seine eigene Schwester. Das Motiv des 24 Jahre alten Täters ist bislang unklar. Der Mann wurde von der Polizei erschossen. Laut seiner Ex-Freundin war der 24-Jährige fasziniert von Gewalt: "Beim ersten Date zeigte er mir Bilder von einer Schießerei. Ein anderes Mal war er betrunken und sagte, dass er Menschen verletzen will", erzählt Adelia Johnson.