Schweißtreibende Pressekonferenz zu Trump

Rudy Giuliani schwitzt sich die Farbe aus den Haaren

20. November 2020 - 0:04 Uhr

Sein Mandant ist ein heißes Thema

Als Anwalt für Donald Trump kommt man ins Schwitzen. Rudy Giuliani hält eine 100-minütige Pressekonferenz in Washington. Und redet sich dabei offenbar so in Rage, dass ihm die Haarfarbe mit dem Schweiß ins Gesicht läuft. Wie das aussieht, sehen sie im Video.

Trump behauptet, es habe Wahlbetrug gegeben - Giuliani unterstützt ihn

Der für die Republikaner angetretene Trump behauptet schon seit dem Wahltag am 3. November, dass ihm der Sieg der US-Wahl 2020 durch Betrug genommen worden sei. Giuliani und weitere Anwälte Trumps erneuerten diese Vorwürfe am Donnerstag bei der Pressekonferenz. "Es gab einen Plan von einem zentralen Ort aus, diese verschiedenen Akte des Wahlbetrugs auszuführen, der sich speziell auf große Städte konzentrierte", behauptete Giuliani. Trump hatte die Pressekonferenz auf Twitter mit den Worten angekündigt, seine Anwälte würden dort einen "sehr klaren und realisierbaren Weg zum Sieg" aufzeigen.

Wieder keine Beweise für Wahlbetrug vorgelegt

Handfeste Belege für Wahlbetrug im großen Stil wurden dabei wieder nicht geliefert. Trumps Rechtsberaterin Jenna Ellis warf den Medien, die dies immer wieder bemängeln, vor, nicht zu wissen, dass die Beweisführung Zeit in Anspruch nehme. Wie Trump verbreiteten seine Anwälte Gerüchte weiter, dass die bei der Stimmauszählung verwendete Software für Trump abgegebene Stimmen dem Herausforderer Biden zugeschrieben habe. Auch prangert das Trump-Lager angeblich gefälschte Stimmzettel aus der Briefwahl an. Trumps Anwälte behaupteten nun auch ohne Belege, dass die Wahl von Venezuela, Kuba und China beeinflusst worden sei.

Trumps Klagewelle bislang nicht erfolgreich

Die Anwälte mussten in verschiedenen Bundesstaaten bereits mehr als zwei Dutzend Niederlagen einstecken. Sie versuchen es aber weiter. Giuliani sagte: "Wir sind eingeschränkt, in dem, was wir tun können. Wir sind nicht das FBI, wir sind nicht die Regierung." Wäre er in der Regierung, wären "wahrscheinlich schon viele Menschen festgenommen worden."

Quelle: dpa/RTL.de