Trotz Teil-Lockdown

Weniger Arbeitslose im November

Zahl der Arbeitslosen sinkt im November trotz Corona-Maßnahmen.
Zahl der Arbeitslosen sinkt im November trotz Corona-Maßnahmen.
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01. Dezember 2020 - 12:36 Uhr

Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt trotz Corona-Maßnahmen

Obwohl seit Anfang November viele Gastronomiebetriebe oder Kultureinrichtungen wieder geschlossen sind, ist die Zahl der Menschen ohne Arbeit in Deutschland auf rund 2,6 Millionen gesunken. Das gab die Bundesagentur für Arbeit bekannt und spricht von 39.000 Arbeitslosen weniger als noch im Oktober. Damit sinkt die Arbeitslosenquote im November auf 5,9 Prozent.

Weniger Entlassungen aber mehr Kurzarbeit

"Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert - glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen", kommentiert der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, die Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Zwar sei die Zahl der Arbeitslosen im November gesunken, allerdings gebe es wieder deutlich mehr Beschäftigte in Kurzarbeit. Nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit, registrierte die Agentur bis Ende November 537.000 Beschäftigte in Kurzarbeit, was auch auf die verschärften Corona-Beschränkungen im November zurückzuführen ist. Als die Corona-Krise im April so richtig ins Rollen kam, verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit beim Kurzarbeitergeld ihren bisherigen Jahreshöchststand. Damals bezogen fast sechs Millionen Erwerbstätige Kurzarbeitergeld. Seit dem Frühsommer nahm dieser Wert aber wieder massiv ab.

Mehr Jugendliche auf Ausbildungssuche

Zwar beginnen die meisten Ausbildungen im August, doch viele Stellen waren auch im Oktober und November noch unbesetzt. In der Nachvermittlungszeit am Ausbildungsmarkt für einen sofortigen Ausbildungsbeginn waren von Oktober bis November rund 11.000 junge Menschen mehr auf Ausbildungssuche als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. Demgegenüber standen rund 70.000 betriebliche Ausbildungsstellen, von denen bis zum November noch 25.000 unbesetzt waren. Vor allem in handwerklichen Berufen oder in der Pflege beklagen Unternehmen fehlende Auszubildende.

Detlef Scheele, der Chef der Bundesagentur, stellt generell fest, dass die Betriebe im November wieder etwas zurückhaltender bei Neueinstellungen sind. Zu Beginn der Krise im Frühjahr hätten viele Unternehmen einen Einstellungsstopp verhängt, doch in den Sommermonaten wurden wieder mehr Menschen eingestellt. Doch im November sei schon festzustellen, dass eine leichte Abflachung stattfindet, also das wieder weniger Personal in Unternehmen und Betrieben eingestellt wird. Das zeigt auch die Zahl der neuangemeldeten Stellen im November: Die war mit 601.000 Stellen um 136.000 niedriger als vor einem Jahr.