Schweizer Behörden suchen fieberhaft nach Quarantäne-Pflichtigen

Trotz neuer Coronavirus-Mutation: Britische Touristen tummeln sich in Schweizer Skigebieten

Coronavirus - Schweiz
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© dpa, Jean-Christophe Bott, jcb vhm nwi

22. Dezember 2020 - 16:30 Uhr

Schweiz: Tausende Briten müssen in Quarantäne

Wo sind die 10.000 Briten hin? Die Schweiz sucht gerade fieberhaft Urlauber aus Großbritannien. Die Befürchtung: Die Touristen könnten die hoch ansteckende Virus-Mutation in die Alpenrepublik eingeschleppt haben.

Suche nach britischen Touristen läuft auf Hochtouren

Rund 10.000 Briten sollen seit dem 14. Dezember mit dem Flugzeug in die Schweiz eingereist sein. Diese aufzuspüren, ist nun die Aufgabe der einzelnen Kantone. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hat dafür von den Fluggesellschaften sämtliche Passagierlisten angefordert. Schon seit Längerem müssen Einreisende in die Schweiz wegen der Corona-Pandemie ein Formular ausfüllen und ihren Aufenthaltsort in der Schweiz angeben. Außerdem gilt: Alle britischen Touristen, die seit dem 14. Dezember 2020 in die Schweiz eingereist sind, müssen in Quarantäne. Sie gilt rückwirkend für 10 Tage. Die Quarantäne soll verhindern, dass sich das mutierte Virus in der Schweiz ausbreitet.

Skigebiete besonders betroffen

Traditionell reisen britische Touristen in und nach der Weihnachtszeit besonders gern zum Skifahren nach Verbier im Kanton Wallis. Dort wussten anscheinend am Montagnachmittag weder Hoteliers noch deren britischen Gäste von der verordneten Quarantäne. Dementsprechend waren noch viele auf der Piste und im Ort unterwegs. Mittlerweile hat die Schweizer Tourismusbehörde die Hotels informiert. Deren Betreiber haben nun den unangenehmen Job, ihre britischen Gäste in Quarantäne zu bitten. Das bedeutet für diese, sie dürfen ihr Hotelzimmer nicht verlassen, das Essen wird vor die Tür gestellt und auch die Zimmer werden nicht gereinigt.

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Schweizer Skigebiete bleiben – teilweise – geöffnet

Für die Gäste, die nicht von den Quarantäne-Maßnahmen betroffen sind, hat nun – trotz massiver Kritik aus dem Ausland - nach dem Kanton Wallis auch der Kanton Graubünden grünes Licht fürs Skifahren über Weihnachten gegeben. Dazu gehören die beliebten Skigebiete Davos-Klosters und Engadin-St. Moritz.

Für Einreisende aus den Nachbarländern gibt es bislang keine Auflagen.

Allerdings werde die Lage täglich neu beurteilt, heißt es von den Behörden.