Trotz Maßnahmen: Häftling nimmt sich in JVA das Leben

20. September 2021 - 19:03 Uhr

Essen (dpa/lnw) - Obwohl er als suizidgefährdet galt und besonderen Maßnahmen unterlag, hat sich ein Untersuchungshäftling (36) in der JVA Essen das Leben genommen. Wie die Gefängnisleitung am Montag mitteilte, war der Mann am Sonntagabend "stranguliert und leblos" in seiner Einzelzelle gefunden worden. Wiederbelebungsmaßnahmen seien erfolglos geblieben.

Den Angaben zufolge war der 36-Jährige Anfang August wegen des Verdachts des versuchten Mordes und Brandstiftung in Untersuchungshaft gekommen. Er galt laut JVA als "psychisch instabil und suizidgefährdet". Wieso er sich trotz entsprechender Sicherungsmaßnahmen das Leben nehmen konnte, blieb zunächst unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0.111 und 0800 / 111 0.222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de.

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Quelle: DPA