Trotz Kritik: Flüchtlinge sollen in ehemaligem KZ-Außenlager wohnen

Hier will die Stadt Schwerte etwa 20 Flüchtlinge unterbringen.
Hier will die Stadt Schwerte etwa 20 Flüchtlinge unterbringen.
© dpa, Bernd Thissen

17. Januar 2015 - 8:58 Uhr

In dem Gebäude waren Zwangsarbeiter untergebracht

Die Ruhrgebiets-Stadt Schwerte will ungeachtet heftiger Kritik Flüchtlinge im ehemaligen Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald (Thüringen) unterbringen. Schwertes Bürgermeister Heinrich Böckelühr (CDU) verteidigte die Pläne. "Die Entscheidung ist sachgemäß", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Rat und Verwaltung. In der übrig gebliebenen Wachbaracke des ehemaligen Lagers in Schwerte sollen rund 20 Flüchtlinge untergebracht werden.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte nach Gesprächen mit Vertretern von jüdischen Verbänden an die Stadt appelliert, den Plan fallen zu lassen. Auch von Historikern und Integrationsorganisationen kam Kritik. In dem Außenlage waren Zwangsarbeiter untergebracht.