Trotz Corona-Einschränkungen Rekord bei Galopp-Derby

Eugen-Andreas Wahler steht auf der Horner-Rennbahn. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild
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09. Juli 2020 - 17:31 Uhr

Das von einer Woche auf drei Tage verkürzte Galopp-Meeting in Hamburg hat einen Rekord parat: 421 Pferde sind gemeldet worden. "Im Schnitt sollen 11,7 Pferde je Rennen bei uns starten. Das ist Rekord, so etwas hatten wir noch nie", sagte Hans-Ludolf Matthiessen vom Hamburger Renn-Club am Donnerstag. An den drei Tagen werden 36 Rennen auf der Rennbahn in Hamburg-Horn abgehalten. Die Gesamtdotierung liegt bei 1,074 Millionen Euro.

Höhepunkt der Veranstaltung, die am Freitag beginnt, ist das 151. Deutsche Derby am Sonntag. Die Dotierung des Top-Rennens in Höhe von 650.000 Euro ist trotz der Corona-Einschränkungen nicht angetastet worden. Damit ist das wichtigste deutsche Galopprennen bei den Prämien die Nummer zwei in Europa nach dem französischen und vor dem englischen Derby. Ansonsten sind die Rennpreise in Hamburg auf rund 70 Prozent der üblichen Höhe gekürzt worden.

"Es ist sehr bitter, dass das Derby und die übrigen Rennen ohne Zuschauer abgehalten werden müssen", sagte Rennclub-Präsident Eugen-Andreas Wahler. "Eine solche Situation haben wir hier natürlich alle noch nicht erlebt, dass unsere Kundschaft nicht dabei sein kann. Wir werden die übliche Derby-Atmosphäre sehr schmerzlich vermissen. Auch die Siegerehrung wird sehr spärlich ausfallen."

Mit den Hamburger Behörden ist ein umfassendes Hygienekonzept ausgearbeitet worden. "Die Berufstätigen und auch die Besitzer der Pferde sind zugelassen, dazu auch die Mitglieder des Hamburger Renn-Clubs", sagte Schatzmeisterin Ilona Vollmers. Sie erwartet, dass am Derby-Tag bis zu 1000 Personen auf der Bahn sein werden, was im Rahmen der aktuellen Hamburger Verordnung erlaubt sei. Der Veranstalter rechnet mit einem Wettumsatz von 1,27 Millionen Euro an allen drei Tagen. Gewettet wird vorrangig online.

Quelle: DPA