Vor einem Monat erst biss er eine Sicherheitsperson

Trotz Benimmtrainings: Bidens Schäferhund Major schnappt wieder zu

31. März 2021 - 16:08 Uhr

Hundetrainer absolvierte mit Major zusätzliche Einheiten

Kaum eine Woche zurück im Weißen Haus hat der Deutsche Schäferhund von US-Präsident Joe Biden erneut zugeschnappt. Dabei hatte "Major" gerade erst ein Benimmtraining mit einem Hundecoach absolviert, weil er einen Mitarbeiter des Secret Service gebissen und leicht verletzt hatte.

Major hat "bei einem Spaziergang nach jemandem geschnappt"

Der drei Jahre junge Hund Major war schon einige Male durch nervöses und aggressives Verhalten aufgefallen, soll US-Medienberichten zufolge Sicherheitsleute und Hausangestellte angebellt und angesprungen haben. Nach der Beißattacke vor etwa einem Monat hatten er und der zweite Biden-Hund "Champ" Anfang März einige Tage im Haus der Familie in Wilmington (US-Bundesstaat Delaware) verbracht. Zwischenzeitlich kamen sogar Gerüchte auf, wonach die beiden eingeschläfert würden. Die Entwarnung kam zum Glück schnell.

Joe Biden (78) betonte in einem Interview mit dem Sender "abc", er habe Major keineswegs aus dem Weißen Haus verbannt. Der Aufenthalt dort sei bereits vorab geplant gewesen, weil der US-Präsident und die First Lady auf Reisen unterwegs waren. Ein Hundetrainer arbeite mit "Major" und gebe ihm zusätzliche Trainingseinheiten. Biden spielte die Attacke damals herunter und sagte, Major sei ein "süßer Hund", der lediglich einen Schrecken bekommen habe, als plötzlich zwei ihm unbekannte Personen hinter einer Ecke aufgetaucht seien.

Doch das Benimmtraining in Delaware hat offenbar noch keinen bleibenden Eindruck bei dem jungen Hund hinterlassen, denn wie der Sprecher von First Lady Dr. Jill Biden erklärte, habe es am Montag erneut einen Vorfall gegeben: "Derzeit gewöhnt sich Major noch an seine neue Umgebung und er hat bei einem Spaziergang nach jemandem geschnappt." Laut CNN soll es sich um einen Mitarbeiter des Nationalpark-Service handeln, der bei der Arbeit auf dem südlichen Rasen leicht von Schäferhund Major gebissen, jedoch nicht verletzt worden sei. Die Person sei nur sicherheitshalber medizinisch untersucht worden.

Major ist der erste First Dog aus einem Tierheim

Washington, die Hunde von US-Präsident Biden müssen das Weiße Haus verlassen - Archivbilder STYLELOCATIONU.S President Joe Biden poses with the family dogs, Champ and Major in the Oval Office of the White House February 9, 2021 in Washington, D.C. Wa
Die Hunde von US-Präsident Joe Biden: Champ (links) und Major (rechts im Bild).
© imago images/ZUMA Wire, Adam Schultz/White House via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Bidens hatten Major 2018 aus einem Tierheim adoptiert. Champ ist bereits seit 2008 ein Mitglied der Familie. Es sind die ersten First Dogs seit Barack Obama, denn Donald Trump hatte als erster US-Präsident in der jüngeren Geschichte keinen Hund.

Dabei sind Tiere im Weißen Haus fast schon Tradition. Präsident Benjamin Harrison etwa ließ die Ziege "His Whiskers" regelmäßig Kinder mit einem Karren durch den Garten ziehen. Die Kennedy-Familie lebte mit rund einem halben Dutzend Hunden zusammen.

Auch interessant