Trophäenjäger Hossein Golabchi jagt bedrohte Tiere – diese Petition soll ihn jetzt stoppen!

Eine Petition soll Trophäenjäger Hossein Golabchi stoppen.
Eine Petition soll Trophäenjäger Hossein Golabchi stoppen.

08. November 2017 - 14:04 Uhr

Empörende Poser-Fotos mit blutigen Trophäen

Es sind Bilder, die nicht nur bei Tierschützern Empörung auslösen: Hossein Golabchi macht Jagd auf bedrohte Tiere und posiert mit seinen erlegten, teils blutverschmierten Trophäen stolz für Fotos. Der Mann, der laut 'Huffington Post' als Trophäe unter Wilderern gilt, geht seit seinem 16. Lebensjahr auf die Jagd. Um ihm das Handwerk zu legen, gibt es eine Petition, die bereits von über 100.000 Menschen unterzeichnet wurde.

"Wir müssen ein Exempel statuieren"

Das Foto, das derzeit im Netz für Entrüstung sorgt, zeigt den aus dem Iran stammenden US-Amerikaner mit einem toten Schneeleoparden auf den Schultern. Klar erkennbar sind zwei blutverschmierte Einschusslöcher an den Hinterläufen des Tieres. Es soll vor neun Jahren bei einer Jagd in Zentralasien entstanden sein.

Dabei ist es weltweit illegal, die bedrohte Wildkatzenart zu jagen. Der Schneeleopard gilt seit 1972 als eine vom Aussterben bedrohte Tierart, dem Naturschutzbund 'NABU' zufolge gibt es in ganz Asien nur noch etwa 4.000 freilebende Exemplare. Dennoch – oder gerade deswegen - sind Schneeleoparden unter Wilderern ein beliebtes Ziel, da sich mit ihnen auf dem Schwarzmarkt viel Geld verdienen lässt.

Auch Golabchi berichtete schon 2008 in seinem Buch 'Obsessed!' voller Stolz von der Jagd auf Schneeleoparden. Um auf den Schutz bedrohten Raubkatzenart aufmerksam zu machen, hat die Umweltschutzorganisation 'Tera' eine Petition gegen Hossein Golabchi gestartet, die bereits über 100.000 Menschen unterzeichneten. "Wir müssen bei diesem langjährigen und außerordentlich aktiven Trophäenjäger seltener Raubkatzen ein Exempel statuieren, sonst werden diese wundervollen Tiere für immer verschwinden", schreibt die Tierschutzaktivistin Amanda W. dazu – und ruft auf: "Lasst uns alle zusammenarbeiten, damit dieser Mann […] zur Rechenschaft gezogen wird!"

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Über 400 getötete Tiere im Privatmuseim

Ziel sei, Wilddiebe wie Golabchi hinter Gittern zu bringen. Denn auch wenn das Töten eines bedrohten Tieres bereits einige Jahre zurücklege, verjähre Wilddieberei nicht.

Golabchi selber habe auf Anfragen zahlreicher Medien nicht reagiert, doch 'Tera'-Informationen zufolge habe er die Überreste des Tieres auf dem Foto zuerst nach Deutschland gebracht und von dort aus nach Mexiko verschifft.

Wie viele bedrohte Tiere Hossein Golabchi tatsächlich erlegt hat, ist nicht bekannt. Offenbar stellt er dem Wilderer-Wettbewerbs-Portal 'Superslam' zufolge allein in seinem Privatmuseum über 400 wilde Tiere 225 verschiedener Spezies auf. Und wir alle können dazu beitragen, dass es nicht noch mehr werden.