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Trittin kritisiert Wiesenhof-„Greenwashing“ bei Werder

Geflügelfleischproduzent

Trittin kritisiert Wiesenhof-„Greenwashing“ bei Werder

Jürgen Trittin
Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin.
Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat seine Kritik am Sponsoring des Geflügelfleischproduzenten Wiesenhof beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen erneuert. Womit der langjährige Trikotsponsor sein Geld verdiene, sei nicht schön und passt eigentlich nicht zum Verein, sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Werbung für die vegane Wiesenhof-Marke Green Legend, die in der neuen Saison auch auf den Heimtrikots prangt, sei natürlich eine Form von Greenwashing, sagte Trittin. Die machen ihr Geld mit tierquälerischer Massentierhaltung und sagen dann, wir haben auch eine vegane Linie.

Trittin war 2012, als das Wiesenhof-Sponsoring begann, als Umweltbotschafter von Werder Bremen zurückgetreten. Auch zehn Jahre später halte er aber weiterhin zum Verein, betonte der frühere Bundesumweltminister. Das Tischtuch zwischen mir und dem Verein war nie zerschnitten. Lebenslang grün-weiß gilt immer noch, sagte er.

Die PHW-Gruppe, die hinter Wiesenhof und Green Legend steht, teilte am Freitag mit, man wolle die Reichweite der Werder-Heimtrikots dafür nutzen, die Markenbekanntheit unserer noch jungen, veganen Marke zu erhöhen. Wir haben in den letzten Jahren unser veganes Sortiment aufgebaut und erfolgreich im Lebensmittelhandel platziert, sagte PHW-Marketingchef Ingo Stryck.

Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry erklärte in der PHW-Mitteilung zu Green Legend: Die Marke steht für einen Aufbruch und dafür, im Sinne einer besseren Zukunft neue und mutige Ansätze zu wählen. Das passe sehr gut mit den Zielen von Werder Bremen zusammen.