Günstigere Verträge mit wenig Aufwand

Der Kündigungs-Trick: So sparen Sie über 3.000 Euro im Jahr!

14. Januar 2021 - 9:22 Uhr

Verträge kündigen lohnt sich fast immer

Handy, Kfz-Versicherung, Strom und Gas: Wer seine Anbieter regelmäßig wechselt, kann richtig viel Geld sparen. Viele scheuen sich allerdings davor, jedes Jahr aufs Neue stundenlang Vergleichsportale zu durchsuchen und Ordner mit Dokumenten zu wälzen. Doch so hoch muss der Aufwand gar nicht sein: Mit minimalem Aufwand können Sie das Maximum aus Ihren Verträgen holen, ohne sie tatsächlich zu beenden – und so wie im Falle unserer Testfamilie Brücher über 3.000 Euro im Jahr sparen! Wie das geht, sehen Sie im Video.

Schritt 1: Überblick verschaffen

Hand aufs Herz: Haben Sie noch einen Überblick über Ihre jährlichen Ausgaben? Mit der Methode, die Finanzexperte Sören Gruber empfiehlt, ist es ganz einfach: dem Blick aufs Bankkonto. "Und dann wirklich gucken: Welcher Anbieter bucht welche Summe monatlich, vierteljährlich, jährlich ab?", rät Gruber.

Schritt 2: Anrufen

Steht die Liste der jährlichen Ausgaben, greifen Sie zum Telefon und rufen die Anbieter der Reihe nach an. "Wichtig ist, dass der Anbieter merkt, dass man wirklich kündigen möchte und den Dienst nicht mehr braucht. Wenn man dann anruft, wollen die einen immer zurückgewinnen", so die Einschätzung des Experten.

Hier lohnt es sich oft, ein bisschen hartnäckig zu bleiben: Unabhängig davon, wie lange der Vertrag noch läuft, sollten Sie immer nach einem besseren Angebot fragen und nicht unbedingt das erste akzeptieren. Obwohl Betty Brücher die Kündigungsfrist in unserem Test gerade verpasst hatte, konnte sie so bei der Hundehaftpflichtversicherung ganze 25 Prozent einsparen.

Schritt 3: Anbieter wechseln

Wenn sich trotz Hartnäckigkeit beim aktuellen Anbieter kein Rabatt herausschlagen lässt, sollten Sie Ihre Kündigungsdrohung tatsächlich wahrmachen – und zu einem anderen wechseln.

Besonders bei Gas und Strom können da schnell Hunderte Euro Ersparnis zusammenkommen. Denn fast 70 Prozent aller deutschen Haushalte lassen sich vom Grundversorger beliefern. Der ist zwar lokal, aber oft teuer: Neun Milliarden Euro zahlen die Deutschen deshalb nach Schätzung von Experten jährlich zu viel, das sind 108,50 Euro pro Kopf – bei Familie Brücher also mindestens 500 Euro im Jahr.