Social Media, Kinder, Streit und Co.

Trennungscoach verrät: Bei diesen 6 Anzeichen sollten Sie Ihre Beziehung beenden

Diese Anzeichen sollen Auskunft darüber geben, ob Ihre Beziehung überhaupt noch Sinn macht.
Diese Anzeichen sollen Auskunft darüber geben, ob Ihre Beziehung überhaupt noch Sinn macht.
© www.peopleimages.com, Yuri Arcurs peopleimages.com

07. Januar 2022 - 11:23 Uhr

Geben diese Warnsignale Auskunft über Ihre Beziehung?

Gerade zu Beginn einer neuen Liebschaft sieht man gerne mal über die Macken und Makel des Partners hinweg – schließlich hat man ja die rosarote Brille auf. Aber sind es genau diese Dinge, die einen später einholen und das Ende der Beziehung bedeuten? Oder sind es doch eher banale Dinge wie das heimliche Checken der Social-Media-Accounts oder häufiges Streiten? Trennungs- und Beziehungscoach Sarah Woodward kennt die Warnsignale und weiß: Dann ist es besser an der Zeit, Schluss zu machen.

1. Ihr Partner interessiert sich etwas zu sehr für Ihre finanziellen Ausgaben

Wussten Sie, dass es finanziellen Missbrauch gibt? Trennungscoach Woodward erklärt in der britischen Zeitung "The Sun": "Zu den Warnsignalen gehört hier, dass der Partner alles, was Sie ausgeben, in Frage stellt und Rechnungen, Kontoauszüge und Co. überprüft." Das ist nicht nur unerfreulich – es geht Ihren Partner auch in der Regel nichts an. Haben Sie ein gemeinsames Konto, und die aktuelle Aktivität ist etwas auffällig, und Ihr Partner spricht Sie normal darauf an, dann ist das die eine Sache. Die andere Sache ist es jedoch, Sie kontrollieren zu wollen.

Generell gilt: Wenn Sie in irgendeiner Form in der Beziehung missbraucht werden, sollten Sie sich jemandem anvertrauen und Hilfe suchen.

Hier finden Opfer HIlfe!

2. Ihr Partner checkt Ihre Social-Media-Accounts

Ob begründet oder unbegründet: Heimlich die persönlichen Social-Media-Konten des Partners zu überprüfen, wie etwa Nachrichten zu lesen, ist ein absolutes No-Go. Vor allem wird das zum Problem, wenn es ohnehin schon Probleme in der Beziehung gibt. Landen Themen wie Ehrlichkeit, Vertrauen und Co. häufig auf Ihrer Streit-Agenda? Dann könnte das Checken der Social-Media-Aktivitäten schnell zum Supergau werden: "Wenn Sie sich dabei ertappen, dass Sie jeden Schritt Ihres Partners beobachten und ihn nicht aus den Augen lassen wollen, dann ist es an der Zeit, Schluss zu machen."

Lese-Tipp: Toxische Beziehung: Bin ich selbst etwa der toxische Part?

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:
Eine Frau hält eines ihrer Augen in eine Lupe, sodass es stark vergrößert ist.
Ein absolutes No-Go: den Partner überprüfen und kontrollieren wollen.
© Ivan-balvan

3. In Ihrer Beziehung gibt es NIE Streit

Klar, sich zu streiten ist häufig alles andere als cool. Wer will schon täglich laute Diskussionen mit der Person, die man auf der Welt am meisten liebt, durchführen? Aber: "Wenn Sie und Ihr Partner sich wirklich nie streiten, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht klar kommunizieren und hinten anstellen." Besser ist es also, auch mal unangenehme Dinge anzusprechen, um eventuelle Probleme direkt aus der Welt zu schaffen. Sie stört etwas an Ihrem Partner? Sprechen Sie es an – respektvoll natürlich. "Streiten kann dazu beitragen, Vertrauen und Intimität aufzubauen und es ermöglicht Ihnen, Ihrem Partner Ihre Gedanken und Gefühle mitzuteilen."

Woodward hat zudem eine interessante Beobachtung gemacht: "Paare, die sich dem Ende ihrer Beziehung nähern, sprechen oft kaum noch miteinander, geschweige denn streiten sie sich." Konflikte sollten also im besten Fall gelöst werden – ohne daraus ein Schulzuweisungsspiel entstehen zu lassen. "Mit dem Finger auf jemanden zu zeigen ist nicht nur uncool, bringt Sie zudem nicht weiter – im Gegenteil."

Haben Sie gar keine Möglichkeit, Ihre Gefühle auszudrücken oder fühlen Sie sich wenig verstanden? Wenn Sie dies tun, dann könnte es an der Zeit sein, die Beziehung zu überdenken.

4. Sie sagen nicht, was Sie wirklich wollen

Ein junges Paar streitet auf dem Sofa.
Als Paar sollte man sich auf Augenhöhe begegnen und über seine Probleme, Ängste, Wünsche und Co. reden können. Es darf auch gerne mal zum Streit kommen, hauptsache man drückt aus, was in einem vor sich geht.
© fizkes

Dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens verändern, gehört dazu. So ist es ebenfalls gut möglich, dass sich die Bedürfnisse von Paaren in einer Beziehung verändern, besonders wenn man schon in jungen Jahren zusammen gekommen ist. "Während Sie am Anfang viele Gemeinsamkeiten hatten, stellen Sie jetzt fest, dass sich Ihre Wünsche und Träume geändert haben und nicht mehr übereinstimmen", sagt der Beziehungscoach. Die Person, in die Sie sich verliebt haben, fühlt sich plötzlich an wie ein Fremder? Das ist kein gutes Zeichen. Ertappen Sie sich zudem noch dabei, dass Sie wie auf Eierschalen laufen oder Ihre Meinung nicht klar äußern können, um weiterhin den Frieden zu waren? Ebenfalls kein gutes Zeichen.

"Mit der Zeit kann dies zu Unmut führen, bis die einzige Möglichkeit, die Probleme zu lösen, im Ende der Beziehung besteht." Aber: Bevor es überhaupt dazu kommt, können Sie das Thema behutsam ansprechen und versuchen, einen Kompromiss zu finden, mit dem sich beide Seiten zufrieden geben. Vielleicht findet sich auf diese Art und Weise noch ein gemeinsamer Weg in die Zukunft.

5. Sie rufen zuerst Ihre beste Freundin an - anstatt Ihren Partner

Paare verlieren nach einer langen gemeinsamen Zeit häufig an Initimität, weiß Sarah Woodward. Dabei geht es nicht immer nur um Sex und das Befriedigen körperlicher Bedürfnisse – auch emotionale Intimität ist wichtig. "Vielleicht war Ihr Partner früher stets Ihr Fels in der Brandung, derjenige, den Sie immer um Rat gefragt haben, mit dem Sie wichtige Momente oder Ihr letztes Missgeschick geteilt haben – aber jetzt sind es Ihre Freunde, die Sie zuerst anrufen? Dann steht die Beziehung unter keinem guten Stern."

Was dagegen hilft ist, mehr gemeinsame Unternehmungen zu planen, wie zum Beispiel ein neues Hobby erlernen, mehr Zweisamkeit genießen und dass Sie wieder bewusster am Leben des anderen teilnehmen.

6. Ihre Kinder bemerken, dass etwas nicht stimmt

Vor allem wenn man Kinder hat und die Beziehung oder Ehe bröckelt, stehen Paare vor einer großen Herausforderung. Sich trennen wollen die wenigsten, viele Paare bleiben daher der Kinder willen zusammen. Doch darunter leiden – im schlimmsten Fall – alle Beteiligten. Wenn also schon Ihre Kinder bemerken, dass etwas nicht stimmt, dann könnte es in der Tat auch so sein. "Kinder sind hellhörig und nehmen jede negative Stimmung, jede Spannung und jeden Streit auf, auch wenn Sie glauben, dass Sie die Dinge gut vor ihnen verbergen. Denken Sie daran, dass Sie für Ihre Kinder ein Vorbild sind und ihnen vorleben, wie eine gesunde Beziehung aussehen sollte", weiß Woodward.

Hängt Ihre Beziehung am seidenen Faden, könnten selbst die Kleinsten bemerken, dass Sie unglücklich sind. Dass das Fragen mit sich bringt, ob Sie sich scheiden lassen wollen oder ob Sie nicht mehr zufrieden sind, liegt auf der Hand.

Sollte es wirklich in Richtung Scheidung gehen, und es gibt keinen anderen Ausweg mehr, dann rät die Beziehungsexpertin auf jeden Fall dazu, das gemeinsame Gespräch mit den Kindern zu suchen: "Wenn Sie den Kindern von Ihrer Scheidung erzählen müssen, sollten Sie es ihnen gemeinsam mit Ihrem Partner erklären und ihnen genügend Zeit für Fragen einräumen. Erzählen Sie nicht zu viele Details und ermutigen Sie sie, mit Ihnen über ihre Sorgen zu sprechen."

Das Ende jeder Beziehung ist hart

Sich das Ende einer ursprünglich nur so vor Liebe sprühender Beziehung einzugestehen, kann mitunter eine der schwersten Entscheidungen überhaupt sein. Doch auch wenn man es nicht hat kommen sehen und nie wollte, dass es überhaupt passiert: Manchmal bleibt einem nichts anderes übrig als sich zu trennen. (vdü)

Lese-Tipp: So lange dauert Liebeskummer im Schnitt - und was wirklich hilft