Trend bei Corona-Fallzahlen stabil

Medizinischer Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
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13. Juni 2020 - 17:12 Uhr

Der Trend bei den Corona-Fallzahlen im Bundesland bleibt positiv. Dies ermöglicht auch das Ende der Kontrollen an der deutschen Grenze. Die freie Fahrt ist nicht nur für Pendler wichtig. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht unterdessen einen "deutlichen Nachholbedarf" bei der Anbindung der Schulen an Breitband und Glasfaser. Die Tagesthemen im Überblick:

NEUE ZAHLEN - Die Zahl der seit Beginn der Corona-Pandemie bestätigten Infektionen in Rheinland-Pfalz ist am Samstag um acht auf 6831 gestiegen. Mit oder an Covid-19 sind 231 Menschen gestorben, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Samstag mitteilte (Stand 10.05 Uhr). Seit Dienstag ist damit kein neuer Todesfall dazu gekommen. Aktuell sind 163 Menschen im Bundesland mit dem Virus infiziert, zwölf weniger als am Freitag. Insgesamt 6437 Menschen gelten als genesen (plus 20). Die Landeshauptstadt Mainz kommt mit 669 auf die meisten Infizierten seit Beginn der Pandemie, dahinter liegt der Kreis Mainz-Bingen mit 431. Am Ende der Liste steht Pirmasens (31).

KONTROLLEN - Die in der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen der deutschen Grenzen enden um Mitternacht in der Nacht auf Montag. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Samstag mit. Am Freitag hatte die Bundespolizei mitgeteilt, dass die Kontrollen bei der Einreise aus Frankreich "mit Ablauf des Montags" enden sollten. Der Ministeriumssprecher bestätigte nun, dass auch diese Kontrollen bereits am Montag zu Tagesanfang entfallen. Die Mitte März verhängten Kontrollen werden bereits seit dem vergangenen Mittwoch zurückgefahren.

AUFLAGEN - In Rheinland-Pfalz gab es nach Polizeiangaben am Samstag kaum Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen. In Koblenz etwa blieb eine Kundgebung den Behörden zufolge ohne Vorkommnisse. In Landau kamen bei einer Demonstration mit dem Motto "United we stand - gegen Rassismus und Naziterror" nach Polizeiangaben etwa 100 bis 120 Teilnehmer zusammen. Auch hier verlief demnach alles friedlich.

INTERNET - Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht einen "deutlichen Nachholbedarf" bei der Anbindung der Schulen an Breitband und Glasfaser. "Das müssen die Schulträger machen. Ich habe sie noch einmal gebeten, das verstärkt in den Blick zu nehmen", sagte Hubig der Deutschen Presse-Agentur. Sie forderte Schulen und Schulträger zudem auf, mehr Geld aus dem Digitalpakt zu beantragen. "Ich bin nicht zufrieden damit, wie die Mittel aus dem Digitalpakt abgerufen werden." "Seit einem dreiviertel Jahr haben wir als Land die Voraussetzungen zur Verfügung gestellt und die Anträge kommen nicht in dem Maße, wie das dringend notwendig wäre."

AUSLEIHE - Wer sich in der Bücherei ein Buch ausleihen möchte, riskiert Experten zufolge nicht gleich eine Corona-Infektion. Es sei kein nachgewiesener Fall bekannt, bei dem sich Menschen durch Kontakt mit Gegenständen infiziert hätten, meint etwa das Bundesamt für Risikobewertung (BfR). In Rheinland-Pfalz kommen Bücher meist nach ihrer Rückgabe zunächst etwa 72 Stunden lang in Quarantäne, wie Bibliotheken im Bundesland der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Erst danach stünden sie wieder zur Ausleihe bereit.

Quelle: DPA