Seltsamer Trend aus England: Kinder dürfen keine besten Freunde haben!

11. Mai 2018 - 17:16 Uhr

Niemand soll ausgeschlossen werden

Es klingt schwer nachvollziehbar: Einen besten Freund oder eine beste Freundin zu haben - ist verboten! Genau das gilt an mehreren Schulen in Großbritannien und den USA. Der neue Erziehungstrend soll die Kinder vor Ausgrenzung schützen.

"Ein interessantes soziales Experiment"

Ausgrenzung und Mobbing sind ein großes Problem, gegen das auch in Deutschland immer noch hart gekämpft wird. In Großbritannien möchte man mit dem Beste-Freunde-Verbot eine Lösung bieten. Der Gedanke: Wenn niemand einen besten Freund hat, dann wird auch niemand ausgeschlossen. Eine gute Idee, findet die US-Kinderpsychologin Barbara Greenberg und bezeichnet den neuen Erziehungstrend bei CBS als "ein interessantes soziales Experiment".

Einige Schulen gehen mit dem Verbot jedoch extrem weit: Lehrer sollen regelrecht dazwischen gehen, sobald die Kinder anfangen innige Freundschaften aufzubauen. Sie werden getrennt. Nicht einmal der Begriff 'bester Freund' oder 'beste Freundin' ist erlaubt. Eine weitere Regel: Feiert eines der Kinder eine Party, muss es die komplette Klasse einladen. Andernfalls dürfen die Einladungen nicht auf dem Schulgelände verteilt werden.

Was deutsche Eltern, Erziehungswissenschaftler und vor allem die Kinder selbst von diesem Trend aus England halten, erfahren Sie im Video.