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Traunstein: Freundin aus Geldgier ermordet und zerstückelt - Lebenslang für 61-Jährigen

Er tötete seine Internetbekanntschaft:

Freundin aus Geldgier ermordet und zerstückelt: Lebenslang für 61-Jährigen

ARCHIV - 07.03.2017, Bayern, Traunstein: Außenansicht des Justizgebäudes am Landgericht in Traunstein (Bayern). (zu "Internetbekanntschaft endet tödlich - Prozess in Traunstein begonnen") Foto: Uwe Lein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Gerichtsgebäude Traunstein
htf, dpa, Uwe Lein

Zerstückelte Leiche im Wald versteckt

Wegen Mordes an seiner Internetbekanntschaft ist ein 61-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein ist sicher, dass der Mann die 59-Jährige tötete, um an ihr Geld zu kommen. Die Richter folgten damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, verzichteten aber auf die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Nach der Tat stahl der Mann rund 60.000 Euro aus einem Tresor.

Anwalt plädierte auf Haft wegen Totschlags

Der Anwalt des Mörders hatte auf eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Totschlags plädiert. Die beiden hatten sich im Dezember 2019 über das Internet kennengelernt. Laut des Angeklagten war es Anfang 2020 beim Sex zum Streit gekommen, der spontan in der Gewalttat eskalierte. Anschließend zerstückelt er die Leiche, beseitigte die Spuren seiner Tat und versteckte die Leichenteile im Wald.

Eine Freundin machte sich schließlich Sorgen, weil sie die Frau nicht erreichte. Sie blieb spurlos verschwunden. Im März 2020 wurde der Mann festgenommen. Anfangs bestritt er, etwas mit dem Verschwinden der Frau zu tun zu haben. Einen Tag nach seiner Festnahme führte er die Polizei zum Versteck der Leiche.

Zum Prozessauftakt räumte er die Tat ein. Das Geld sei aber nicht ausschlaggebend gewesen, sagte sein Anwalt. Wäre es ihm darum gegangen, hätte er einbrechen können, argumentierte er. Schließlich habe sein Mandant gewusst, wann die Frau nicht da war - und er habe etwa 20 Jahre wegen Einbruchsdelikten im Gefängnis gesessen.