Traumaambulanzen in NRW öffnen für Opfer der Flutkatastrophe

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Foto: Jonas Güttler/dpa/Archivbild
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Foto: Jonas Güttler/dpa/Archivbild
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22. Juli 2021 - 15:54 Uhr

Düsseldorf (dpa/lnw) - Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen können die psychologische Hilfe der Traumaambulanzen der Landschaftsverbände in Anspruch nehmen. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Die Anlaufstellen der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe sind eigentlich für die Erststabilisierung von Gewaltopfern vorgesehen. Sie sind an vielen Kliniken in den Städten und Kreisen zu finden - auch in der Nähe der Katastrophengebiete, etwa in Euskirchen und in Aachen. Das Beratungspersonal in den Traumaambulanzen sei aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung bestens aufgestellt, um auch den Betroffenen einer Naturkatastrophe zügig und professionell zu helfen, hieß es.

Wer Hilfe benötige, etwa mit Ängsten oder Panikstörungen zu kämpfen habe, solle nicht lange auf einen Termin in einer Praxis warten müssen, teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit: "Viele Menschen in den betroffenen Regionen stehen vor dem Nichts. Freunde, Verwandte oder Nachbarn sind den Fluten zum Opfer gefallen. Diese psychische Belastung ist nur schwer erträglich."

Auch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein betonte am Donnerstag, dass daraufhin gearbeitet werde, psychotherapeutische Akutbehandlung und längerfristige Betreuung von Opfern der Flutkatastrophe sicherzustellen. Hilfsangebote könnten über die Service-Hotline vermittelt werden.

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Quelle: DPA

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