Titelverteidiger zerlegt seinen Schläger

Traum geplatzt: Wütender Zverev verpasst Finaleinzug in London

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17. November 2019 - 10:47 Uhr

Zverevs Traum von der Titelverteidigung ist geplatzt

Für Alexander Zverev ist der Traum von der Titelverteidigung bei den ATP-Finals in London geplatzt. Im Halbfinale unterlag der 22-Jährige dem Österreicher Dominic Thiem nach einer Berg- und Talfahrt mit 5:7 und 3:6.

Zverev flippt mal wieder aus

Auf dem schnellen Hardcourt der o2-Arena derweil erwischte Zverev einen soliden Start. Auch wenn er selbst immer wieder lautstark und gestenreich mit seinem Spiel haderte, ließ er Thiem doch zumindest bei eigenem Aufschlag kaum eine Chance. Bis zum Stand von 5:6 blieb Zverev auf Kurs, dann jedoch leistete er sich zur Unzeit die ersten Unsicherheiten beim Service. Dass er den ersten Durchgang letztlich mit einem Doppelfehler beendete, passte ins Bild.

Beim Seitenwechsel donnerte der deutsche Spitzenspieler dann wütend seinen Schläger auf den Boden, verschwand anschließend für mehrere Minuten in der Kabine. Eine Maßnahme, die jedoch nicht die gewünschte Wirkung zeigte. Stattdessen produzierte Zverev plötzlich noch mehr Fehler, etwa bei vermeintlich einfachen Überkopfbällen. Er kassierte daraufhin das nächste Break und musste sich nach insgesamt 1:34 Stunden letztlich geschlagen geben.  

Tsitsipas kegelt Federer raus

16th November 2019 02 Arena. London, England Nitto ATP, Tennis Herren Tennis Finals Stefanos Tsitsipas Greece celebrates a point won against Roger Federer Switzerland - Editorial Use PUBLICATIONxNOTxINxUK ActionPlus12188648 ShaunxBrooks
Zweiter Debütant im Endspiel der ATP-Finals: Stefanos Tsitsipas
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Vor Thiems Erfolg hatte am Nachmittag bereits Stefanos Tsitsipas im Generationenduell mit Rogerer Federer (38) seinen Platz im Endspiel gebucht. Der griechische Jungstar bezwang den satte 17 Jahre älteren Schweizer nach einer extrem reifen Vorstellung klar mit 6:3, 6:4. "Ich bin frustriert, dass ich nicht besser spielen konnte", sagte Federer anschließend. Tsitsipas freute sich derweil über "eines meiner besten Spiele in diesem Jahr".

Das Match war von Beginn an ein faszinierender Schlagabtausch. Allein das letzte Spiel des ersten Durchgangs dauerte über zehn Minuten, neunmal ging es über Einstand. Tsitsipas präsentierte sich dabei letztlich wesentlich kaltschnäuziger, während Federer nur eine seiner insgesamt zwölf Breakchancen nutzen konnte. Im Vorjahr hatte Federer ebenfalls im Halbfinale gegen den späteren Sieger Zverev verloren.