Trauerfeier für ermordete Mary-Jane

Trauerfeier für Mary-Jane.
Bei einer Trauerfeier nehmen die Bürger von Zella-Mehlis Abschied von Mary-Jane.
dpa, Michael Reichel

Spurensuche am Fundort abgeschlossen

Der Mörder der siebenjährigen Mary-Jane ist immer noch nicht gefasst, die Sorge bei den Bürgern der Thüringer Kleinstadt Zella-Mehlis weiterhin groß. Bei einer Trauerfeier am Abend wollen sie nun gemeinsam Abschied vom dem getöteten Mädchen nehmen.

Die Schülerin war vor knapp zwei Wochen tot in einem Bachlauf unweit ihres Zuhauses gefunden worden. Der Täter ist bislang noch nicht gefasst. Auch eine neue, groß angelegte Suche im Wald rings um den Fundort der Leiche von Mary-Jane hat der Polizei keine heiße Spur gebracht.

"Die Suche ist abgeschlossen", sagte nun der Sprecher der Polizeidirektion Suhl, Eberhard Wagner. "Wir haben nichts gefunden, was in diesem Fall von Bedeutung wäre, wie etwa den Schulranzen des Mädchens." Derweil befragen die Ermittler weiter Bewohner im Umfeld des Wohnortes und der Schule, ebenso wird die Sammlung von Speichelproben fortgesetzt.

Familie mit unter den Trauergästen

Die Siebenjährige war am 24. Juni nicht vom Schulhort nach Hause zurückkehrt. Trotz groß angelegter Suche wurde die Schülerin nicht entdeckt. Erst am Tag darauf fanden Wanderer die bekleidete Leiche des Mädchens. Wie Mary-Jane starb und ob sie sexuell missbraucht wurde, haben die Ermittler bisher nicht mitgeteilt.

Die Trauerfeier findet in einer Mehrzweckhalle statt, in der mehr als 400 Menschen Platz haben. Dabei soll eine Trauerrednerin an das Mädchen erinnern und auch ein Lieblingslied Mary-Janes erklingen. Die Familie des Kindes will mit unter den Trauergästen sein.