Trainer Civa soll Neuanfang bei Lok Leipzig steuern

02. Juli 2020 - 14:51 Uhr

Den Neuanfang nach dem verpassten Aufstieg in den bezahlten Fußball soll Almedin Civa in Doppelfunktion als Cheftrainer und Sportdirektor beim 1. FC Lokomotive Leipzig steuern. Der 48-Jährige wurde am Donnerstag bei einer Pressekonferenz des Regionalligisten vorgestellt. "Die vielen Gespräche haben gezeigt, dass er genau der Richtige ist. Er hat genau denselben Ansatz wie Wolfgang Wolf, alle im Verein mitzunehmen", sagte Lok-Präsident Thomas Löwe.

Der ehemalige Coach vom SV Babelsberg ist in Leipzig und der Region kein Unbekannter. Als Spieler lief der aus Bosnien-Herzegowina stammende Civa für den Lok-Vorgänger VfB Leipzig (2003), danach kurzzeitig sogar für den Stadtrivalen FC Sachsen (2004) auf, ehe er zum Halleschen FC wechselte. "Ich bedanke mich für das Vertrauen. Ich bin nach dem ersten Gespräch mit Wolfgang Wolf nach Hause gegangen und habe mir gesagt: Das könnte hier passen. Ich bin guter Dinge", meinte Civa.

Ebenfalls geklärt ist die Zukunft von Sportdirektor Wolfgang Wolf, der nur im Aufstiegsfall geblieben wäre. Allerdings reichte ein 1:1 beim SC Verl nach dem 2:2 im Hinspiel der Drittliga-Relegation nicht zum Aufstieg. "Wolfgang Wolf geht als ungeschlagener Cheftrainer, als Sportdirektor, der versucht hat, alle mitzunehmen - und als Freund", sagte Löwe. Wolf, der sich sehr emotional am Donnerstag vom Team verabschiedete, meinte: "Die Fans können stolz sein. Es war eine überragende Saison, auch wenn uns der letzte Schritt nicht gelungen ist. In jedem Neubeginn liegt auch eine Chance. Ich gehe schweren Herzens."

Für die 3. Liga stand ein potenter Hauptsponsor bereit. Hinzu kommt die Unsicherheit in der neuen Saison in Sachen Zuschauerkapazität. "50 Prozent der Einnahmen rekrutieren wir durch die Spiele im Bruno-Plache-Stadion mit Zuschauereinnahmen, Merchandising, Gastronomie. Wir müssen den Gürtel deutlich enger schnallen", meinte Löwe.

Quelle: DPA