Nach ICE-Mord am Frankfurter Hauptbahnhof

Ein ganzes Dorf trauert um Max (†8)

02. August 2019 - 16:28 Uhr

Der Schock sitzt tief

Wie kann es eine Familie verkraften, wenn ein kleiner Junge aus ihrer Mitte gerissen wird? Niemand kann sich vorstellen, was Eltern und Großeltern des achtjährigen Max (Name geändert), der am Montag vor eine Zug geschubst wurde, gerade erleiden. Unser Reporter Karl Wirz war im Heimatort der Familie und schildert seine Eindrücke im Video.

Große Trauer bei Familie und Nachbarn

Im Heimatort von Max, der am Montag am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE gestoßen wurde und dabei ums Leben kam, ist die Trauer groß. Seit Donnerstag steht fest, dass seine Familie aus einem Dorf im hessischen Hochtaunuskreis, 30 Kilometer von Frankfurt entfernt, stammt. Der Junge wird als freundlich und sehr lebhaft beschrieben. Gemeinsam mit seinem Vater soll er kurz vor seinem Tod ein Baumhaus gebaut haben, von dem er jedem im Dorf stolz erzählte.

Spendenaktion für getöteten Jungen

Der schreckliche Fall hat eine unglaubliche Welle des Mitgefühls ausgelöst. Die Menschen wollen der Mutter des getöteten Jungen zeigen: "Du bist nicht allein!" Ein Mann hat sogar extra ein Spendenkonto eingerichtet, um zumindest die finanziellen Sorgen der Familie zu lindern. Statt der ursprünglich geplanten 10.000 Euro sind inzwischen mehr als 50.000 Euro an Spenden zusammengekommen.