Touristen aus der ganzen Welt berichten vom Attentat in Berlin: "Es war wie in einem Horror-Film."

Trisha O'Neill war auf dem Berliner Weihnachtsmarkt während des Attentats.
Trisha O'Neill war auf dem Berliner Weihnachtsmarkt während des Attentats.
© Facebook, Trisha O'Neill

21. Dezember 2016 - 12:19 Uhr

"Ich konnte ihn nicht verstehen, also hielt ich einfach seine Hand und sagte ihm immer wieder, dass alles gut werden würde."

Das Attentat auf einem Berliner Weihnachtsmarkt hat nicht nur Deutschland sondern auch die ganze Welt erschüttert. Vor Ort waren auch viele Touristen, die die Weihnachtszeit auf dem Markt an der Gedächtniskirche genießen wollten. Sie mussten mit ansehen, wie zwölf Menschen starben und mindestens 50 Menschen verletzt wurden.

Luke Theis und seine Freundin Lara Colombo waren in Berlin vor Ort.
Luke Theis und seine Freundin Lara Colombo waren in Berlin vor Ort.
© Facebook, Luke Theis

Die australische Studentin Trisha O'Neill war auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und sah mehrere Menschen – von jungen Kindern bis hin zu Älteren – regungslos auf dem Boden liegen, wie sie im Interview dem TV-Sender ABC erzählte. "Ich sah nur den großen schwarzen LKW durch den Weihnachtsmarkt rasen, er riss so viele Menschen mit sich und dann gingen die Lichter aus und alles war zerstört. Ich konnte Schreie hören und dann waren wir alle wie erstarrt. Plötzlich bewegten sich die Menschen und fingen an, Leute aus den Trümmern zu bergen und versuchten, zu helfen, wo sie konnten."

Auch die US-amerikanischen Studenten Luke Theis und seine Freundin Lara Colombo waren gerade auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt, als das Unglück geschah. Sie hörten Sirenen und sahen, wie Menschen verzweifelt durch die Straßen liefen. "Es war ein Blutbad. Es war Blut auf dem Boden und Leute lagen auf dem Boden", erzählte Luke der Agentur PA. Das Paar hat nach den Ereignissen entschieden, Deutschland früher als geplant zu verlassen -  weil sie sich nicht mehr sicher fühlen.

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Auch Mike Fox und seine Partnerin waren nur wenige Meter von dem Todes-Laster entfernt. "Es waren Kinder auf dem Weihnachtsmarkt. Meine Freundin sah ein Kind eingeklemmt unter dem LKW."

Die Britin Sarah Dobler berichtete dem britischen Radiosender BBC, wie ein schwerverletzter Mann am Boden lag und sie dessen Hand hielt, weil sie ihm nicht anders helfen konnte. "Es war wie in einem Horror-Film. Er versuchte aufzustehen, aber seine Kopfverletzung war zu schwer. Ich konnte ihn nicht verstehen, also hielt ich einfach seine Hand und sagte ihm immer wieder, dass alles gut werden würde. Ich weiß nicht, wie es ihm geht, aber ich hoffe es geht ihm gut."

Sehen Sie jetzt auch in dem Video, wie die Menschen weltweit auf das Attentat in Berlin über die sozialen Medien reagiert haben.