Tourismus-Boom in Deutschland - nur Spanien noch beliebter

Touristen vor dem Brandenburger Tor, Berlin
Touristen vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
dpa, Britta Pedersen

"Wenn in Europa gereist wird, dann nach Deutschland“

Deutschland wird zu einem immer beliebteren Reiseland. Vor allem ausländische Gäste bescherten der deutschen Tourismusindustrie im vergangenen Jahr Rekord-Einnahmen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes übernachteten noch nie so viele Touristen und Geschäftsleute in der Bundesrepublik wie 2012.

"Wenn in Europa gereist wird, dann nach Deutschland“, sagt die Chefin der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), Petra Hedorfer, und liegt damit völlig richtig. 68,8 Millionen Mal übernachteten ausländische Gäste im vergangenen Jahr in Deutschland, acht Prozent häufiger als im Jahr davor. Die Gäste schätzten das gute Preis-Leistungs-Verhältnis sowie das moderne Angebot, betonte Hedorfer. Allein die Zahl der asiatischen Gäste stieg um mehr als zehn Prozent. Die meisten Besucher kamen erneut aus den Niederlanden, gefolgt von Schweizern und US-Amerikanern.

Daran änderten auch die zuletzt gestiegenen Hotelpreise nichts. Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen halten Ausländer etwa Berlin noch immer für preiswert. Damit bleibt Deutschland nach Spanien das zweitbeliebteste Reiseland Europas.

Auch die Deutschen reisten im vergangenen Jahr häufiger durch die Republik. Das Statistische Bundesamt zählte 338,6 Millionen Übernachtungen - drei Prozent mehr als 2011. Die Summe aus ausländischen sowie deutschen Gästen ergab 407,4 Millionen Übernachtungen und den dritten Jahresrekord in Folge.