Kämna & Schachmann bärenstark

Tour: 2 Deutsche schrammen hauchdünn am Sieg vorbei

Daniel Martinez zieht im Schlussspurt an Lennard Kämna vorbei
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11. September 2020 - 17:43 Uhr

Zwischen Chatel-Guyon und Puy Mary Cantal

Radprofi Lennard Kämna hat den Sieg auf der 13. Etappe der Tour de France hauchdünn verpasst. Der 23-Jährige vom Team Bora-hansgrohe musste sich nach harten 191,5 Kilometern zwischen Chatel-Guyon und Puy Mary Cantal im Bergsprint dem Kolumbianer Daniel Martinez (EF1) geschlagen geben. Dritter wurde Kämnas Teamkollege Max Schachmann.

Primoz Roglic bleibt in Gelb

Alle drei gehörten zu einer Ausreißergruppe und kämpften auf den letzten Metern der Etappe gemeinsam um den Sieg. Schachmann, der lange Zeit solo unterwegs war, musste sich etwa 400 Meter vor dem Ziel geschlagen geben. 100 Meter vor der Ziellinie startete Kämna den Angriff – offenbar ein bisschen zu früh, denn kurz vor dem Ziel konnte Martinez uneinholbar vorbeiziehen.

"Für mich war der Tag heute 1,3 Kilometer zu lang, aber am Ende haben wir mit unseren gegebenen Möglichkeiten das Beste rausgeholt. Ich denke, wir sind sehr präsent und stark gefahren", zog ein zufriedener Schachmann gegenüber RTL Bilanz und ergänzte vielversprechend: "Am Ende wäre es schön gewesen, wenn wir den Sieg heute nach Hause gefahren hätten, aber die Tour ist noch nicht vorbei."

In der Gesamtwertung verteidigte der Slowene Primoz Roglic sein Gelbes Trikot erfolgreich vor dem Kolumbianer Egan Bernal.

Ausblick auf die 14. Etappe

Auf der 14. Etappe der 107. Tour de France kommen die Klassikerspezialisten auf ihre Kosten. Auf dem 194 Kilometer langen Teilstück von Clermont-Ferrand nach Lyon warten auf den letzten zehn Kilometern die drei kleineren Anstiege La Duchère, Montée de l'Observance und La Croix Rousse. Das könnte Fahrern wie Julian Alaphilippe oder Wout van Aert liegen.

sid/dpa/RTL.de