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Toto Wolff als F1-Boss: Ferrari stellt sich quer

Zukunft von Mercedes-Teamchef

Toto Wolff als F1-Boss: Ferrari stellt sich quer

Formula One F1 - Monaco Grand Prix - Circuit de Monaco, Monte Carlo, Monaco - May 25, 2019   Red Bull team principal Christian Horner, Mercedes team principal Toto Wolff and Ferrari team principal Mattia Binotto before practice   REUTERS/Gonzalo Fuen
Toto Wolff (l.), Mattia Binotto (r.)
RC, REUTERS, GONZALO FUENTES

Wolff angeblich Wunschlösung

Mercedes-Team-Chef Toto Wolff kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, unter seiner Führung sicherte sich Mercedes mit fast beängstigender Dominaz die Konstrukteurs- und die Fahrerweltmeisterschaft. Von dieser Führungskompetenz möchte nun angeblich auch Liberty Media (Eigentümer der Formel 1) profitieren und Wolff zum neuen Formel-1-Chef machen. Doch ein Team will diese Pläne um jeden Preis durchkreuzen: Ferrari.

"Würde einen Interessenskonflikt hervorrufen"

Das Mercedes-Ferrari-Duell geht also auch neben der Strecke weiter. Ferrari-CEO Louis Camiller stellte jüngst klar: "Es wäre keine gute Sache wenn er (Wolff Anm.d.Red) letztlich die F1 führt. Unsere Position ist: Wenn Mattia Binotto der Kandidat wäre, Chase zu ersetzen, dann wäre der Rest des Fahrerlagers nicht allzu glücklich".

Die Italiener befürchten Wettbewerbsverzerrung zugunsten anderer Teams. "Jeder, der über die vergangenen Jahre ein aktiver und wichtiger Spieler in einem bestimmten Team war, würde einen Interessenskonflikt hervorrufen, wenn er die Verantwortung bei der F1 übernehmen würde.", sagte Camiller.

Ferrari schreckt auch vor Veto-Nutzung nicht zurück

Sollte die Kritik Ferraris nicht erhört werden, sei man bereit, von seinem Veto-Recht Gebrauch zu machen, auch wenn dies laut Camilleri "das letzte Mittel des Auswegs sein soll".

Da Ferrari als einziges Team seit der Gründung der Formel 1 im Jahr 1950 an den Start geht, genießt die Scuderia einige Sonderrechte. Dazu zählt auch ein Veto-Recht, welches ihnen gestattet, wichtige Entscheidungen wie Regeländerungen oder tiefgehende Personalentscheidungen zu blockieren.