Totes Baby zwischen Altkleidern in Polen gefunden: Leichenspürhund schlägt an Container in Duisburg an

30. November 2018 - 15:06 Uhr

Möglicherweise eine erste Spur

Die polnische Polizei hat es Mia genannt, um dem kleinen toten Säuglingsmädchen ein kleines bisschen Würde zurückzugeben. Arbeiter in Kielce hatten das Baby beim Sortieren einer Ladung Altkleider aus Containern in Duisburg gefunden. Dort gibt es jetzt eine Spur: Die Polizei hat möglicherweise den Container entdeckt, in den das kleine Mädchen gelegt worden ist.

Polizei bittet um Hilfe

Denn das größte Rätsel für die Polizisten sind die Fragen: Wer hat den Säugling in einen Container gelegt? Welcher Container war es und warum wurde die Leiche beim Abholen nicht entdecktt? Bisher ließ sich nur der Zeitpunkt eingrenzen. Das Mädchen muss zwischen Mittwoch, dem 31. Oktober und Donnerstag, dem 8. November in den Container geworfen worden sein. Nun hat ein Leichenspürhund an einem Container im Duisburger Westen eine Witterung aufgenommen und angeschlagen. Der Behälter wurde sichergestellt. "Dieser wird jetzt genauestens nach Spuren, unter anderem DNA oder Fingerabdrücke der Mutter, untersucht", sagte Polizeisprecherin Jacqueline Grahl. Es wurden rund hundert Container überprüft, drei Hunde waren im Einsatz.

Die Polizei Duisburg bittet weiter die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach der Mutter. "Wir wissen aus vergleichbaren Fällen, dass solche Frauen oft in einem absoluten Ausnahmezustand sind, ihre Schwangerschaft verleugnen oder auch verdrängen, ihren Kleidungsstil plötzlich ändern, das Freizeitverhalten sich ändert. Das Mädchen oder die Frau nimmt plötzlich stark an Gewicht zu und sehr plötzlich und sehr stark wieder ab. All das können Hinweise für uns sein, wer die Mutter der kleinen Mia ist. Von daher bitten wir die Zuschauerinnen und Zuschauer, sich bei der Polizei zu melden und auch noch so abwegige Hinweise bei uns bekannt zu machen", so Grahl

Woran die kleine Mia gestorben ist, ist noch unklar