Toter Wal hatte über vier Kilogramm Plastiktüten im Magen!

21. Juni 2017 - 16:26 Uhr

Rund 40 Tüten fanden Meeresbiologen im Magen des Cuvier-Schnabelwals

Ein vor der schottischen Insel Skye angespülter toter Wal hatte rund vier Kilogramm Plastiktüten in seinem Magen. Das hat jetzt die Obduktion des Tieres durch Meeresbiologen der 'Scottish Marine Animal Stranding Scheme' ergeben. Laut den Experten hatten die Plastiktüten sich in seinem Inneren verknotet und so zum Tod des Meeresriesen geführt, berichtet Daily Mail. 

Unser Plastikmüll tötet Tiere!

Bereits im Jahr 2015 ist der tote Wal vor der Küste gefunden worden, so ein Bericht des Senders 'Skye News'. Die Obduktion und das Innere wurden jetzt erstmals vor laufender Kamera gezeigt. Demnach haben sich im Magen des Wals rund vier Kilogramm Plastik befunden - verteilt auf etwa 40 Plastiktüten. Dabei handelte es sich um Einkaufstüten, Tüten mit Reißverschluss und Kühltaschen aus Plastik, die in jedem Supermarkt zu finden sind.

Der Cuvier-Schnabelwal war ansonsten in einer richtig guten Verfassung. Laut den Experten kommen einzig die Tüten als Todesursache in Frage. Einen ähnlichen Fall hat es dieses Jahr bereits in Norwegen gegeben. Dort hat man 30 Plastiktüten in dem Schnabelwal gefunden.

Laut Wissenschaftlern werde es im Jahr 2050 mehr Plastikmüll in den Weltmeeren geben als Fische. "Jedes Tier, welches am Plastikmüll stirbt, ist ein Tier zu viel. Wir sollten endlich anfangen, nur die allernötigste Menge an Plastik zu produzieren und sie von den Weltmeeren fernhalten.", sagte Mariel ten Doeschate vom 'Scottish Marine Animal Stranding Scheme'