Toter Torero Victor Barrio: Nach Stier Lorenzo muss auch dessen Mutter Lorenza sterben

12. Juli 2016 - 11:50 Uhr

"Mein Mitleid hält sich ganz arg in Grenzen"

"Ich habe keine Worte, mein Leben ist vorbei, mir fehlt die Kraft", schreibt Raquel Sanz Lobo auf Twitter. Mit diesen Worten bedankt sich die Witwe des toten Toreros Victor Barrio bei allen, die mit ihr um ihren Ehemann trauern. Der Stier Lorenzo hatte den 29-Jährigen in der Arena im spanischen Ort Teruel umgerannt und mit seinem Horn das Herz des Toreros durchbohrt. Raquel Sanz Lobo saß im Publikum und sah alles mit an.

Während die meisten Spanier mit der Witwe trauern, sieht das im Internet ganz anders aus. Stierkampfgegner und Tierschützer machen ihrem Ärger Luft: "Wenn bei einem Stierkampf ein Torero ums Leben kommt, hält sich mein Mitleid ganz arg in Grenzen", schrieb eine Userin. Überall auf der Welt wird Lorenzo im Netz gefeiert. Was viele nicht wissen: Auch der Stier überlebte den Kampf nicht und starb noch in der Arena. Statt ihm ein Gnadenbrot zu gewähren, weil er den Sieg in der Arena davontrug, tötete ihn ein anderer Matador und schnitt ihm ein Ohr ab.

Was Tierschützer noch wütender machen dürfte: Auch Lorenzos Mutter Lorenza wird jetzt geschlachtet. Wie 'El Pais' berichtet, muss die Blutlinie des Stiers ausgelöscht werden, wenn dieser einen Torero getötet hat. So verlangt es die Stierkampf-Tradition.