Gedenken an getötete Schwarze

Toter in US-Stadt Louisville bei Anti-Rassismus-Demo

28. Juni 2020 - 17:06 Uhr

Täter unklar

Ein Mensch ist bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in der US-Stadt Louisville ein Mensch getötet worden. Beamte seien am Samstagabend (Ortszeit) über Schüsse am Jefferson Square Park in der Innenstadt informiert worden und hätten vor Ort vergeblich versucht, den Mann wiederzubeleben, teilte die Polizei der Stadt im Staat Kentucky auf Twitter mit. Unklar blieb, wer die Schüsse abgab.

Verletzter bei weiterer Schuss-Attacke

A woman screams at a police officer during a rally against the death of Breonna Taylor and other forms of racial injustices, in Louisville, Kentucky, U.S., June 27, 2020. REUTERS/Bryan Woolston
Die Demonstranten wollten friedlich der getöteten Breonna Taylor gedenken.
© REUTERS, BRYAN WOOLSTON, CLH/BW/

Der Vorfall ereignete sich Medien zufolge während eines Gedenkens an die Afroamerikanerin Breonna Taylor. Die 26-Jährige war im März Medien zufolge während eines Polizeieinsatzes in ihrem Haus bei einem Schusswechsel zwischen ihrem Freund und Polizisten erschossen worden.

Einen weiteren Vorfall mit Schüssen habe es kurze Zeit später vor einem Gerichtsgebäude in der Innenstadt von Louisville gegeben, meldete die Polizei weiter.

Dabei sei ein Mensch verletzt worden. Er wurde den Angaben zufolge mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Auch dabei waren Details zunächst nicht bekannt.

Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis vor gut einem Monat kommt es in den Vereinigten Staaten vielfach zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt.