Tote Frühchen: Herkunft des Erregers nicht feststellbar

15. Februar 2016 - 3:30 Uhr

Die Herkunft des Erregers, an dem in einer Bremer Klinik mehrere Frühchen gestorben sind, ist nicht mehr feststellbar. Das geht aus einem Zwischenbericht des Robert-Koch-Institutes hervor, der in Bremen vorgelegt wurde.

Die bisherige Auswertung der Daten deute am ehesten auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch hin, heißt es in dem Bericht. Das bedeutet, dass auch Mitarbeiter oder Besucher der Klinik den Erreger eingeschleppt haben könnten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen sechs toter Babys.

Mit dem Tod der Neugeborenen beschäftigte in Bremen die Gesundheitsdeputation in einer Sondersitzung. Der Chef des Klinikverbundes, Diethelm Hansen, sollte sich zu den Vorfällen, den Hygienemaßnahmen und der Personalsituation auf der Frühchenstation äußern.