Hinweise auf ein Verbrechen häufen sich

Tote Forscherin auf Kreta: Wurde sie ermordet?

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10. Juli 2019 - 22:03 Uhr

Mordkommission ermittelt

Einen Tag nach dem Fund der Leiche von Forscherin Suzanne Eaton auf Kreta häufen sich offenbar die Hinweise auf ein Verbrechen. Die Wissenschaftlerin aus Dresden war seit knapp einer Woche vermisst worden. Am Montag fand man ihren Körper in einer Höhle auf der Insel. Dort ermittelt jetzt eine Mordkommission.

Untersuchungen zeigen: Suzanne Eaton könnte erstickt worden sein

Laut griechischen Medienberichten könnte die gebürtige US-Amerikanerin erstickt worden sein. Die Medien beriefen sich auf die Untersuchung zweier Gerichtsmediziner, wonach dem Opfer etwas auf Mund und Nase gedrückt worden sein müsse. Wie das Nachrichtenportal der Zeitung "Protothema" berichtete, hatten die Gerichtsmediziner nach einer ersten Obduktion keine Wunden entdeckt, die durch Schüsse oder Stiche entstanden sein könnten. Aus diesem Grund seien weitere Untersuchungen notwendig gewesen.

Wanderer fanden ihre Leiche in einer Grotte

Die Forscherin war am Max-Planck-Institut in Dresden tätig. Sie hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einem Ausflug aufgebrochen, von dem sie nicht wieder zurückkehrte. Angehörige und Freunde starteten daraufhin eine Suchaktion auf Facebook. Wanderer fanden ihrer Leiche dann schließlich in einer kleinen Grotte nahe der Ortschaft Maleme, rund zehn Kilometer von Kolymbari entfernt.

Wollte man Suzanne Eatons Leiche verstecken?

Die Grotte war während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht zu einer Art Depot für Munition und Waffen ausgebaut worden, die die Insel damals besetzt hatte. Die Tunnel darin glichen einem Labyrinth, berichteten Augenzeugen im Rundfunk.

Vor der Leiche wurde eine Holzpalette gefunden, hieß es aus Polizeikreisen. Dies deute möglicherweise auf einen Versuch hin, die Leiche zu verstecken. Anderen Berichten zufolge könnte die Frau in einen Schacht gefallen oder hineingeworfen worden sein, der zur Belüftung für dieses Munitionsdepot gedient haben soll.

Quelle: DPA/RTL.de