Todes-Glukose aus Kölner Apotheke

Mutter und Baby sollen an Narkosemittel gestorben sein

Ermittlungen: Mutter und Baby sterben an Mittel aus Apotheke
Ermittlungen: Mutter und Baby sterben an Mittel aus Apotheke
© dpa, Federico Gambarini, fg htf

26. September 2019 - 11:03 Uhr

Schwangere stirbt nach Einnahme von Glukose-Präparat

Nach dem Tod einer Mutter und ihres Babys durch eine vergiftete Arznei aus einer Apotheke in Köln gibt es am Mittwoch neue Details: Nach Informationen des WDR starben beide an einem Narkosemittel. Die Oberstaatsanwaltschaft in Köln hat dies RTL.de weder bestätigt noch dementiert.

Eingenommenes Mittel soll Lähmungserscheinungen verursachen

Wie der Sender berichtet, soll sich das Mittel in einem Glukose-Präparat befunden haben, mit dem Frauen auf Schwangerschaftsdiabetes getestet werden. Am Dienstag hatte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bereits gesagt, er könne nicht ausschließen, dass der Glukose ein toxischer Stoff vorsätzlich beigemischt wurde. Dabei soll es sich um ein Mittel handeln, das als schnell wirksam gilt und Lähmungserscheinungen verursacht.

Unterdessen ist die Obduktion des Babys abgeschlossen. Wie bei der Mutter stellten die Ermittler am Mittwoch fest, dass auch der Säugling an multiplem Organversagen gestorben ist.

Giftiges Material könnte noch im Umlauf sein

Die Behörden warnen weiterhin vor der Einnahme des Testpräparats auf Schwangerschaftsdiabetes aus der Heilig-Geist-Apotheke im Kölner Stadtteil Longerich. Die Ermittler können nicht ausschließen, dass weiteres giftiges Material im Umlauf ist. Bislang seien keine weiteren Fälle bekannt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Wer noch entsprechende Präparate habe, solle diese bei der nächsten Polizeiwache abgeben.

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Staatsanwaltschaft ermittelt in alle Richtungen

Die Staatsanwaltschaft hat unterdessen ein Verfahren gegen Unbekannt eingeleitet, eine Mordkommission ermittelt in alle Richtungen. Bislang ist unklar, ob Fahrlässigkeit der Grund für die Verunreinigung des Mittels war oder ob jemand vorsätzlich handelte.