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Tote bei Schießerei in Kenia: Islamisten hinter Attacke vermutet

Tote bei Schießerei in Kenia: Islamisten hinter Attacke vermutet

Rotes Kreuz vermeldet 48 Tote

Mindestens 48 Menschen sind bei einer Schießerei nahe der kenianischen Küste ums Leben gekommen. Dies teilte das örtliche Rote Kreuz mit. Unbekannte feuerten einem Medienbericht zufolge in dem Ort Mpeketoni um sich und zündeten mindestens einen Sprengsatz. Der Angriff ereignete sich nur rund 50 Kilometer entfernt von der beliebten Urlauberinsel Lamu. Die Islamistenmiliz Al-Shabaab wird dahinter vermutet. Die Polizei bestätigte das aber nicht.

Die Islamistenmiliz Al-Shabaab wird hinter der Attacke vermutet.
In dem Ort Mpeketoni nahe der Küste wurden zahlreiche Menschen bei einer Schießerei getötet.

"Wir wissen noch nicht, ob es Militante der Al-Shabaab waren", sagte Polizeichef David Kimaiyo der kenianischen Zeitung 'Standard'. Zeugen zufolge sollen die Täter islamische Parolen gerufen haben, als sie das Dorf stürmten. "Die Situation sieht nicht gut aus", so Kimaiyo. "Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen." Bei der Attacke wurden laut Polizei zahlreiche Menschen verletzt. Unter den Toten seien keine Frauen und Kinder. Viele Bewohner des Ortes hätten sich in die nahe gelegenen Wälder retten können.

Angreifer seien am Sonntagabend in zwei Kleinbussen in den Ort Mpeketoni gefahren und hätten um sich geschossen, sagte Polizeisprecherin Zipporah Mboroki der Zeitung. Rund 50 Bewaffnete hätten den Ort überfallen und zwei Hotels, eine Bank und ein Polizeirevier angegriffen.

Al-Shabaab kämpft seit Jahren für einen Gottesstaat am Horn von Afrika, der sich am 'Heiligen Krieg' (Dschihad) beteiligen soll. Ihre Heimat ist Somalia, doch schlagen die Kämpfer auch jenseits der Grenzen zu - auch in Kenia. Das ostafrikanische Land hat in Somalia Truppen stationiert, die gegen Al-Shabaab kämpfen. Ein Kommando der Islamisten hatte im September 2013 ein Einkaufszentrum in Nairobi überfallen. Dabei wurden mehr als 60 Menschen getötet.