2019 M01 20 - 15:28 Uhr

Der frühe Vogel kann ein besonderes Himmelsspektakel bestaunen

Alle Frühaufsteher können sich freuen, denn in den Morgenstunden des 21. Januars können wir uns eine totale Mondfinsternis über Deutschland anschauen. Aber spielt auch das Wetter mit?

Um 5:41 Uhr beginnt die magische totale Phase

Totale Mondfinsternis am 21. Januar 2019.
Diese totale Mondfinsternis ist besonders spektakulär, denn sie fällt mit einem Super-Vollmond zusammen. Der verfinsterte "Blutmond" wird also besonders groß erscheinen.
© timeanddate.de

​Am 21. Januar wird hierzulande wieder eine spektakuläre, totale Mondfinsternis zu sehen sein. Allerdings findet sie am frühen Morgen zwischen halb fünf und sieben Uhr statt. Der Mond beginnt um 04:33 Uhr in den Erdschatten zu wandern und um 05.41 Uhr beginnt dann die totale Phase. Sie dauert bis 06:43 Uhr. Dann kehrt der Mond wieder ins Licht zurück. Höhepunkt der Finsternis ist um 06:12 Uhr.

Wie wird das Wetter am 21. Januar 2019?

Verbreitet wird es frostig bis eisig kalt - die Tiefstwerte liegen zwischen -4 und -10 Grad, in den Mittelgebirgen teilweise sogar deutlich drunter. Dafür wird es aber oft klar und es besteht dann gute Sicht auf den Blutmond (ab 4:33 Uhr farbliche Veränderung, ab 5:41 rötlich für ca. 1 Stunde. Am besten dürfte die Sicht auf den Mond an Mosel, Rhein und Saar werden. Ganz im Norden und Süden stören häufiger dichtere Wolken und Nebel. Im äußersten Süden sind ein paar Flocken möglich.

Supermond: Unser Gehirn trickst uns aus

Zu einer Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen, denn Sonne, Erde und Mond müssen sich auf einer Linie befinden.
Zu einer Mondfinsternis kommt es nur bei Vollmond, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen.
© deutsche presse agentur

Bei einem Supermond kommt der Mond der Erde besonders nah - nur 360.000 Kilometer liegen dann zwischen der Erde und dem Mond. Der Mond erscheint uns dann heller undum 14% größer. Er kann sogar wegen der größeren Anziehungskraft Springfluten und Spannungen in der Erdkruste hervorrufen. Warum der Mond rot wird, erfahren Sie im Video.

Eine optische Täuschung lässt den Mond – oder auch die Sonne - am Horizont größer erscheinen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass unser Gehirn annimmt, das Objekte am Horizont wesentlich näher sein müssen als hoch am Himmel. Aber da lassen wir uns doch gerne mal von unserem Hirn austricksen, wenn sich so ein grandioser Anblick bietet. Am besten geht das z.B. an einem Strand. Dann kann der Aufstieg des Mondes über den Himmel beobachtet werden - dabei wird er vermeintlich immer kleiner. Zwischen Häusern und Bäumen oder im Zusammenspiel mit einzelnen Gebäuden ergibt sich ebenfalls ein erstklassiges Bild oder über einer Berglandschaft.