2019 M03 14 - 20:42 Uhr

Im Video verrät er, was noch schlimmer war als das, was er sah

Wie durch ein Wunder wurde beim Tornado, der durch den Eifelort Roetgen gefegt ist, niemand getötet oder schwer verletzt. Ein Video des Tornados zeigt seine volle Zerstörungskraft. Der Mann, der es aufgenommen hat, heißt Marco Wilms. Der Metzgermeister aus Roetgen erklärt im Video oben, wie er den Tornado bemerkte und wie er sich fühlte, als er den Sturm gefilmt hat. Im Video erklärt er auch, was ihn am Tornado noch mehr verängstigte, als die Bilder, die er mit dem Handy festhielt.

„Es ist ein Glück, dass keiner tot (...) ist“

Ein Tornado war über den kleinen Ort an der Grenze zu Belgien gewirbelt. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr bis zu 40 Häuser beschädigt, zehn davon seien derzeit unbewohnbar. Klinkerfassaden packte der Tornado mit seiner ganzen Kraft. Abgesplitterte Dachziegel wurden wie Messer in eine Hausfassade geschleudert und stecken noch. "Es ist ein Glück, dass keiner tot (...) ist", sagte Harald Müller, der im betroffenen Haus wohnt.

350 Einsatzkräfte waren am Tag nach dem Tornado mit Aufräum- und Reparaturarbeiten beschäftigt. Zuerst hatte die Feuerwehr nur von einem Verletzten berichtet, diese Zahl wurde am Donnerstag korrigiert: "Fünf Menschen sind leicht verletzt worden, vier von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt", sagte ein Feuerwehrsprecher. Für einen Tornado der Stärke F2 auf der Tornadoskala ein glimpflicher Ausgang. Nach einer ersten vorläufigen Analyse der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland erreichte der Tornado zeitweise Windgeschwindigkeiten von mehr als 180 km/h.