Tonne verteidigt Schulpolitik gegen Kritik

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11. September 2019 - 11:20 Uhr

Nach Schuljahresbeginn hat Niedersachsens Kultusminister Grant-Hendrik Tonne seine Schulpolitik gegen anhaltende Oppositionskritik verteidigt. "Wir haben gute und erhebliche Fortschritte erzielt", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. An den Schulen seien zum neuen Schuljahr 1777 neue Lehrer eingestellt worden. Das seien 350 Lehrkräfte mehr als zum selben Zeitpunkt aus dem Dienst ausgeschieden seien. Zum 1. August ausgeschrieben waren rund 1900 Posten für Lehrer. Dass nicht alle Bewerber eine Stelle hätten bekommen können, hänge mit der Fächerkombination, dem gewünschten Einsatzort und der Schulform zusammen.

Die FDP-Fraktion forderte eine Trendwende bei der Unterrichtsversorgung. Der Abgeordnete Björn Försterling kritisierte Ausfallstunden sowie einen Mangel an Sonderpädagogen und Sozialarbeitern an Niedersachsens Schulen. Zudem bemängelte er, dass weiterhin viele Gymnasiallehrer bei anderen Schulformen aushelfen müssten: "Das ist ein alltägliches Bild an unseren Schulen". Als noch unausgegoren bezeichnete er Tonnes Idee einer Dorflehrerprämie. Ziel ist, mit einem Gehaltsaufschlag junge Lehrer für einen Einsatz in ländlichen Regionen zu gewinnen.

Quelle: DPA