Nach Tribünen-Ausraster

Toni Leistner und Hamburger SV legen Einspruch gegen Sperre ein

Toni Leistner
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21. September 2020 - 16:20 Uhr

Hamburger SV: Einspruch gegen Leistner-Sperre

Toni Leistner und der Hamburger SV wehren sich gegen die DFB-Sperre des Profis. Der Verteidiger und der Zweitligist legten am Montag fristgerecht Einspruch beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein. Das bestätigte der HSV auf Anfrage.

Der Ausraster von Toni Leistner im Video

Das Sportgericht hatte Leistner nach dessen Ausraster nach dem Pokalspiel in Dresden für fünf Pflichtspiele gesperrt - zwei davon auf Bewährung - und ihm zudem eine Geldstrafe von 8000 Euro auferlegt.

Richter: Schon mildernde Umstände für Leistner

Der 30-Jährige hatte nach dem Pokal-Aus bei Dynamo Dresden (1:4) einen Zuschauer auf der Tribüne attackiert und geschubst, der ihn zuvor heftig beleidigt hatte. Zudem trug der Profi bei der Aktion keinen Mund- und Nasenschutz, was einen Verstoß gegen das DFB/DFL-Hygienekonzept in der Corona-Pandemie bedeutet.

Leistner wurde von seinen HSV-Kollegen getrennt, verpasste den Saisonauftakt in der 2. Bundesliga am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (2:1) und kehrte - anders als erwartet - auch am Montag vorsichtshalber noch nicht ins Training zurück.

DFB-Richter Hans E. Lorenz verwies darauf, dass für Leistner schon mildernde Umstände berücksichtigt worden seien. Er erklärte dies mit den Beleidigungen durch den Fan, aber auch mit dem Umstand, dass Leistner sportgerichtlich bisher nicht in Erscheinung getreten sei und sein Fehlverhalten bedauere. Lorenz sagte aber auch: "Der Übergriff eines Spielers auf einen Besucher ist ein gravierender Vorfall. So etwas kann nicht mit einem Freispruch enden."

RTL.de/dpa