Dokumentarfilm über den Weltmeister

Toni Kroos rechnet mit dem FC Bayern ab

Dokumentarfilm über Toni Kroos
Dokumentarfilm über Toni Kroos
© dpa, BROADVIEW Pictures, cse sab

24. Juni 2019 - 9:32 Uhr

Geschichte voller Missverständnisse

Toni Kroos und der FC Bayern - eine Geschichte voller Missverständnisse. Im Dokumentarfilm "KROOS" über den Weltmeister von 2014, der am 30. Juni in Köln Deutschland-Premiere feiert, hat der Nationalspieler mit dem FC Bayern abgerechnet. An seinem ehemaligen Arbeitgeber lässt der Star von Real Madrid kein gutes Haar.

Vertragsverlängerung sofort bereut

Von 2007 bis 2014 stand der heute 29-Jährige in München unter Vertrag. "Mir wurde ganz oft gesagt, wie toll ich bin und wie richtig ich alles mache. Ich habe aber nicht gespielt", sagte der Mittelfeldspieler, der mit den "Königlichen" vier Mal die Champions League gewann, über seine Anfänge beim FC Bayern. "Mir war wirklich klar, dass ich mehr verdient hätte."

Auch auf seine zweite Ära in München - von 2009 bis 2010 kickte er auf Leihbasis bei Bayer Leverkusen – blickt Kroos mit Magenschmerzen zurück. Zehn Minuten nach einer Vertragsverlängerung habe er diese schon wieder bereut. "Während der Unterschrift kam dann noch vom Karl-Heinz Rummenigge so eine Aussage. 'Boah, jetzt hast du aber einen tollen Vertrag', so dann nach dem Motto, dann muss man jetzt mal wieder ein bisschen besser spielen."

"München zu schickimicki"

Am liebsten wäre er in Leverkusen geblieben. "Die Mannschaft war wesentlich persönlicher. Die haben sich getroffen, die haben gemeinsam Grillabende veranstaltet. Die waren viel normaler im Umgang miteinander. Nicht wie in München. Das war ihm alles zu schickimicki", berichtet Kroos' Mutter im Rückblick. 2014 erlöste Real Madrid den erfolgreichsten Vereinsfußballer der deutschen Geschichte.