Tom Tailor setzt auf Staatshilfen: "Finanzierungsrisiken"

Der Schriftzug der Modekette Tom Tailor Group im Eingangsbereich der Zentrale der Modekette. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild
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30. März 2020 - 21:30 Uhr

Die Modekette Tom Tailor setzt in der Corona-Krise angesichts eines "signifikanten" Umsatz- und Ertragsrückgangs sowie "erheblicher Finanzierungsrisiken" auf staatliche Hilfen. Die Tom-Tailor-Gruppe beabsichtige, die in Europa angekündigten finanziellen Unterstützungsprogramme zu beantragen, teilte das Hamburger Unternehmen am Montagabend mit. Dazu gehörten unter anderem staatliche Finanzierungsprogramme, Kurzarbeit, die bereits von der Gesellschaft für die eigenen Filialen beantragt worden sei, sowie die Stundung von Steuerzahlungen. In der Mitteilung verwies das Unternehmen zugleich auf das "Risiko der Nichteinhaltung von Kreditkennzahlen als auch das Risiko von Liquiditätsengpässen".

Die Marktbedingungen in fast allen relevanten Märkten der Gruppe hätten sich deutlich verschlechtert. "Aufgrund der Unsicherheit über die weitere Entwicklung in den Absatzmärkten sieht der Vorstand in der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung derzeit deutliche Planungsrisiken", hieß es weiter. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus habe die Gruppe die eigenen Filialen in den meisten europäischen Märkten bis auf Weiteres geschlossen. Auch das laufende Geschäft mit Großkunden sei durch die angeordneten Einschränkungen betroffen. Der Onlinehandel der Tom-Tailor-Gruppe und der Online-Großkunden sei aktuell nicht betroffen. "Bereits jetzt ist ein erheblicher Umsatz- und Ertragsrückgang im ersten Quartal 2020 zu verzeichnen", heißt es weiter.

Quelle: DPA