Tolle Aktion von Fußballern: Regenbogenfarbene Schnürsenkel gegen Homophobie

Fußballer tragen diese regenbogenfarbenen Schnürsenkel, um gegen Schwulen-Hass zu protestieren.
Fußballer tragen diese regenbogenfarbenen Schnürsenkel, um gegen Schwulen-Hass zu protestieren.

06. September 2014 - 18:06 Uhr

Ganzes Stadion soll Schnürsenkel tragen

Großartige Aktion von englischen Fußballstars: Mit dem Tragen regenbogenfarbener Schnürsenkel wollen einige Spitzenfußballer die öffentliche Einstellung zum Schwulen-Hass verändern. Auch der geoutete deutsche Ex-Profi Thomas Hitzlsperger unterstützt die Kampagne.

Vor allem die Kicker des Top-Klubs Arsenal London engagieren sich gegen Homophobie. In einem Video machen sich einige Spieler über ihr Aussehen lustig. Verändern können sie dieses nicht, aber verändern wollen sie durch das Tragen der bunten Schnürsenkel, dass Schwule degradiert werden – so die Botschaft.

Die Profis der englischen Spitzenteams Arsenal und Manchester City sollen bei ihrem Meisterschaftsspiel nächstes Wochenende geschlossen die auffälligen Schnürsenkel tragen, um Homophobie aus den Fußballstadien zu verbannen, heißt es auf der Homepage des FC Arsenal. Auch die Zuschauer im Stadion erhalten die Schnüre und seien aufgefordert diese zu tragen, schreibt das 'schwul-lesbische Magazin Queer'. Zudem wird im sozialen Netzwerk Twitter mit dem Hashtag '#RainbowLaces' ('Regenbogen-Schnürsenkel') auf die Aktion aufmerksam gemacht.

Hitzlsperger: "Schwule Fußballer völlig normal"

Tolle Aktion von Fußballern: Regenbogenfarbene Schnürsenkel gegen Homophobie
Thomas Hitzlsperger führte die deutsche Nationalmannschaft auch als Kapitän an: Jetzt wirbt er für die Aktion 'Rainbow Laces'.
© dpa, Marcus Brandt

Die von der bekannten britischen Homosexuellen-Organisation 'Stonewall' und dem Wettbüro 'Paddy Power' ins Leben gerufene Kampagne geht in ihre zweite Saison. Bereits letztes Jahr trugen einige Spieler die regenbogenfarbenen Riemen.

Der berühmteste offen homosexuelle Fußballer, Thomas Hitzlsperger, unterstützt die 'Rainbow Laces'. "Ich bin stolz, mit Stonewall an dieser Kampagne zu arbeiten. Ich will den Leuten zeigen, dass Schwul sein und gleichzeitig professionell Fußball zu spielen etwas völlig normales ist. Der vermeintliche Widerspruch zwischen dem Männersport Fußball und Homosexuellen ist Blödsinn", sagt der Deutsche, der sich als einziger Ex-Spieler der englischen Premier Leauge als homosexuell geoutet hat.