Nach Leukämie-Erkrankung

Japanerin Ikee erfüllt sich den Olympia-Traum

Jubel nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation: Rikako Ikee
Jubel nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation: Rikako Ikee
© Imago Sportfotodienst

04. April 2021 - 11:36 Uhr

Vor zwei Jahren an Leukämie erkrankt

Freuden-Tränen kullerten, ihr Jubel war riesig. Rund zwei Jahre nach ihrer Leukämie-Diagnose hat sich die japanische Schwimm-Hoffnung Rikako Ikee den Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in ihrer Heimat erfüllt.

"Ich habe nicht gedacht, dass ich die Norm schaffe"

Am Sonntag löste die 20-Jährige im Rahmen der nationalen Qualifikation als Siegerin über 100 m Schmetterling (57,77 Sekunden) das Ticket für die japanische Lagenstaffel für Tokio (23. Juli bis 8. August).

"Ich habe nicht gedacht, dass ich die Norm schaffe, ich bin so glücklich", sagte die 20-Jährige unter Tränen, auch wenn die Zeit nicht für einen Einzelstart reichte: "Ich dachte, dass ich erst viel später in der Lage sein würde zu gewinnen."

Fast zehn Monate im Krankenhaus

Im Februar 2019 hatte Ikee die Schockdiagnose Blutkrebs erhalten, nachdem bei einem Trainingslager in Australien gesundheitliche Probleme aufgetreten waren. Fast zehn Monate verbrachte sie anschließend im Krankenhaus, im März 2020 stieg sie wieder ins Training ein. Fünf Monate später schwamm Ikee ihren ersten Wettkampf. Mit der Teilnahme an den Olypischen Spielen folgt nun der sportliche Höhepunkt.

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