Tödliches Tinder-Date: 26-Jährige stürzt vom Balkon 30 Meter in die Tiefe

17. Oktober 2016 - 15:36 Uhr

Es sollte ein schöner Abend werden

Worriena aus Neuseeland wollte einfach nur Spaß haben, doch aus einem vermeintlich harmlosen Date in Australien entwickelte sich ein Streit, der tragisch endete. Jetzt muss sich ein 30-Jähriger vor Gericht verantworten.

Aufnahmen dokumentieren das dramatische Geschehen

Warriena starb nach einem Tinder-Date.
Ein Tinder-Date wurde der 26-Jährigen Warriena zum Verhängnis.
© RTL Interactive

Sie hatte Gable über die Dating-App 'Tinder' kennengelernt, sich mit ihm verabredet und ging mit ihm in sein Apartment. Alles sah zunächst nach einem entspannten Abend aus, aber bald darauf änderte sich die Situation in dem Apartment des 30-Jährigen.

Die erschütternden Tonaufnahmen seines Handys dokumentieren Worrienas letzte Minuten. Darauf ist zu hören, wie Gable die Frau anschreit. Daraufhin flehte sie ihn verängstigt an, er solle sie nach Hause gehen lassen. "Du warst ein böses Mädchen", antwortet er. Sie habe ihn geschlagen, sagte er. Daraufhin soll er sie auf den Balkon gesperrt haben und nicht mehr ins Apartment gelassen haben.

Immer wieder ist zu hören, wie sie "Nein!" ruft. In ihrer Angst sah die junge Frau schließlich keinen anderen Ausweg, als sich über den Balkon zu retten. Eine verhängnisvolle Entscheidung. Bei dem Versuch, herunterzuklettern, rutschte sie offenbar ab und stürzte 30 Meter in die Tiefe.

Laut lokalen Medien soll Gable nach dem Sturz der 26-Jährigen arglos das Wohnhaus verlassen haben und eine Pizza gegessen haben, ohne sich weiter um Worriena zu kümmern.

Der Angeklagte beteuert seine Unschuld

Der Australier beteuert seine Unschuld. Er habe sie nicht vom Balkon hinuntergestoßen, sondern nur ausgesperrt. Auch das soll aus einer Handyaufnahme hervorgehen, die der Vater des Angeklagten dem Gericht vorgespielt hat.

Der Verteidiger sagte zum Verhalten seines Mandanten, Worriena sei in ihrer Trunkenheit aggressiv und launisch geworden. "Was hier passiert ist, war weder Mord, noch Totschlag", sagte er. Bei einer Verurteilung muss der 30-Jährige mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen.