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Tödlicher Unfall auf A6: Lkw-Fahrer beleidigt Rettungskräfte - Unbeteiligter rast durch Rettungsgasse

Sprinter-Fahrer stirbt bei Crash mit Lkw

Tödlicher Unfall auf der A6: Rettungskräfte beschimpft und Feuerwehrauto bespuckt

Einsatzkräfte bespuckt, Rettungsgasse blockiert Tödlicher Unfall auf der A6
00:54 min
Tödlicher Unfall auf der A6
Einsatzkräfte bespuckt, Rettungsgasse blockiert

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Sprinter-Fahrer kracht auf Stauende

Ein Sprinter-Fahrer auf der A6 prallte am Stauende mit voller Wucht gegen die rechte hintere Ecke eines Sattelzuges. Der Unfall ereignete sich am Mittwochabend in Fahrtrichtung Nürnberg in Höhe Heilbronn-Biberach -Bilder von der Unfallstelle gibt es im Video. Der 55-Jährige erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle. Die Einsatzkräfte sind über das respektlose Verhalten zweier Verkehrsteilnehmer maßlos schockiert.

Der 55-Jährige versuchte, im letzten Moment noch nach links auszuweichen. Das missglückte aber und er krachte in den Lkw vor ihm. Die Fahrerkabine wurde bei dem Aufprall komplett zerquetscht. Für die Bergung musste die A6 in Richtung Nürnberg über eine Stunde voll gesperrt werden. Es entstand ein Schaden in Höhe von 35.000 Euro.

Lkw-Fahrer bespuckt Feuerwehr-Fahrzeug

Die Polizei Heilbronn sagte auf Nachfrage von RTL.de, es sei unfassbar, was dort passiert ist. Ein Lastwagenfahrer blockierte die Rettungsgasse, sodass die Feuerwehr feststeckte. Als die Einsatzkräfte den Fahrer auf seinen Fehler aufmerksam machten, beschimpfte er sie und bespuckte sogar den Feuerwehrwagen.

Danach habe er sich auch noch über die Polizeikontrolle aufgeregt und gefragt, wie es denn sein könne, dass man keine Feuerwehrfahrzeuge mehr bespucken dürfe. Es wurde umgehend Anzeige erstattet. Außerdem musste der Lkw-Fahrer sofort ein saftige Sicherheitsleistung in Höhe von 265 Euro zahlen. Ob er für die Spuck-Attacke ebenfalls mit einer Anzeige rechnen muss, ist im Moment noch unklar.

Auch ein Autofahrer fiel negativ auf: Er rauschte ungehindert durch die Rettungsgasse und wurde anschließend von der Polizei angehalten. Er musste ebenfalls ein Bußgeld im dreistelligen Bereich zahlen und erhielt eine Anzeige, sowie Punkte in Flensburg. Zuvor zeigte er Flugtickets vor und behauptete, dass ihm sein Reiseleiter gesagt hätte, er würde damit durchgelassen werden. "Das sind Ereignisse, die nicht alltäglich sind und uns sehr erschüttert haben", sagt Frank Belz von der Polizei Heilbronn.

Polizei filmt 100 weitere Verkehrsverstöße an der Unfallstelle

Die Polizei Heilbronn filmte am Mittwochabend in der Zeit von 19.20 Uhr und 20.11 Uhr mit einem sogenannten Videostreifen an der Unfallstelle. Dabei wurden etwa 100 weitere Verstöße festgehalten, während die Bergungsarbeiten noch in vollem Gang waren. Wie viele davon geahndet werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

"Wir haben zahlreiche Baustellen auf der A6. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen, da das Stauende oft übersehen wird. Wir haben erhebliche Probleme bei der Bildung von Rettungsgassen", so Frank Belz weiter.

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