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Tödlicher SFTS-Virus: Japanerin stirbt nach Katzenbiss

Tödlicher SFTS-Virus: Japanerin stirbt nach Katzenbiss

Das hat es weltweit noch nie gegeben

In Japan hat eine Katze scheinbar zum ersten Mal das tödliche SFTS-Virus ('Schweres-Fieber-mit-Thrombozytopenie-Syndrom'), das normalerweise Zecken in sich tragen, auf eine Frau übertragen – mit tragischen Folgen.

Erst biss die Zecke die Katze, dann die Katze die Frau

Die SFTS-infizierte Frau aus Japan starb zehn Tage, nachdem sie eine streunende und kranke Katze zum Tierarzt gebracht hatte. Die mit heftigem Fieber, Erbrechen, Durchfall und mehrfachem Organversagen einhergehende Krankheit wird normalerweise durch Zecken übertragen. Doch die Ärzte konnten keinen Zeckenbiss bei der Frau entdecken. Die 50-Jährige hatte sich die Infektion wohl offenbar durch einen Katzenbiss zugezogen. Dies teilte das japanische Gesundheitsministerium jüngst mit. Es ist dennoch nicht bestätigt, ob der Virus wirklich von der Katze stammte.

Hierzulande können Zecken auch gefährliche Infektionskrankheiten wie die Borreliose übertragen, dennoch enden diese nicht tödlich. Die Übertragung des SFTS-Virus von Mensch zu Mensch durch Blutkontakt ist bereits bekannt. Der Fall aus Japan wäre der erste Fall einer Übertragung des gefährlichen Virus von einem Tier auf den Menschen.

Keinen Impfstoff gegen die Krankheit

Die Krankheit tritt seit einiger Zeit in Asien und dort vor allem in China, Japan und Südkorea auf. Es gibt weder eine Impfung noch ein Medikament gegen die Krankheit, es lassen sich nur ihre Symptome behandeln.

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Das sollten Sie nach einem Katzenbiss beachten:

Katzen beißen nur in großer Not. Doch wenn sie beißen, dann richtig! Mit ihren kleinen, spitzen Zähnen können Keime und Bakterien tief ins Fleisch gelangen und sich dort vermehren. Zudem gehört die Bakterienmixtur in der Mundflora einer Katze zur aggressivsten des Tierreichs. Jeder Katzenbiss muss daher desinfiziert und vorsorglich von einem Arzt behandelt werden!